Die Sommerferien gehen dem Ende entgegen – und für Eltern beginnt damit der teure Einkauf für das neue Schuljahr. Je nach Schultyp können Schultasche, Hefte, Stifte, Taschenrechner und andere Utensilien zwischen 100 und 300 Euro pro Kind kosten.
Allein für eine ergonomische und qualitativ gute neue Schultasche werden mindestens 100 Euro fällig. Für armutsbetroffene Familien, insbesondere mit mehreren schulpflichtigen Kindern, ist das oft kaum zu stemmen. Der Verein MUT unterstützt deshalb seit Jahren Schülerinnen und Schüler zwischen sechs und 19 Jahren mit seiner Schulstarthilfe.
30 Schulhilfspakete wurden heuer bereits ausgegeben. Mehr als 170 weitere Anmeldungen sind beim Verein eingegangen. Die Pakete werden nicht pauschal zusammengestellt, sondern anhand der jeweiligen Schulartikellisten individuell gepackt. Doch dafür fehlen noch Spenden – besonders dringend werden gut erhaltene Schultaschen benötigt.
"Wir haben bereits 30 Pakete übergeben, mehr als 170 Anmeldungen sind noch eingegangen und wir sind fleißig am Packen – anhand der Schulartikellisten der Kinder. Wir brauchen noch viele Schultaschen, zusätzlich Werkkoffer, Schulrucksäcke sowie Feder- und Schüttelpennale. Hier setzen wir bewusst auf Nachhaltigkeit und rufen dazu auf, gebrauchte Schultaschen & Co. zu spenden", sagt Projektleiterin Michelle Skalsky.
Neben Taschen und Rucksäcken werden auch zahlreiche weitere Schulutensilien benötigt – darunter Hefte, Zeichenblöcke, Lineale, Geodreiecke, Radiergummis, Spitzer, Scheren, Kleber, Stifte, Mal- und Bastelmaterial, Mappen, Ordner, Taschenrechner und Zirkel.
Gut erhaltene Schulsachen können ohne Voranmeldung von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr im MUT-Vereinszentrum in der Rechten Wienzeile 37/2, 2. Hof, abgegeben werden. Wie groß der Bedarf ist, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr: Damals konnte der Verein 216 Schulhilfspakete im Gesamtwert von rund 20.000 Euro an Kinder aus armutsbetroffenen Familien vergeben.