Steigende Lebenshaltungskosten treffen Familien mit Kindern besonders. Der Sozialmarkt SOS-Ballon in Margareten reagiert nun mit höheren Einkommensgrenzen. Ab 1. September können dadurch mehr Menschen das Second-Hand-Angebot nutzen. Einmal im Monat steht der Markt zudem unabhängig vom Einkommen allen offen.
Im SOS-Ballon in der Schönbrunner Straße werden gebrauchte Kinderkleidung, Spielsachen, Schultaschen und Bücher sowie weitere Second-Hand-Waren angeboten. Regulär richtet sich das Angebot an Menschen mit geringerem Einkommen.
Die Voraussetzungen dafür ändern sich mit 1. September 2026. Bei Alleinverdienenden darf das monatliche Nettoeinkommen künftig bis zu 1.850 Euro betragen. Bei Paaren liegt die Grenze bei 2.750 Euro. Leben Kinder im gemeinsamen Haushalt, erhöht sich die jeweilige Einkommensgrenze pro Kind um 550 Euro. Pflegegeld und Familienbeihilfe werden dabei nicht als Einkommen berücksichtigt.
"Die steigenden Lebenshaltungskosten stellen viele Familien vor große Herausforderungen. Mit den neuen Einkommensgrenzen wollen wir noch mehr von ihnen erreichen", sagt Thomas Fryd, Projektleiter des SOS-Ballons.
Zusätzlich gibt es jeden letzten Mittwoch im Monat einen verkaufsoffenen Tag. Dann können auch Personen im SOS-Ballon einkaufen, die über den regulären Einkommensgrenzen liegen. Dabei gilt allerdings ein anderes Modell: Zusätzlich zum Preis der gekauften Waren wird ein Solidaritätsbeitrag in derselben Höhe bezahlt. Dieser kommt dem Sozialmarkt zugute.
"Gleichzeitig zeigen die verkaufsoffenen Tage, wie einfach solidarisches Einkaufen sein kann: Wer bei uns einkauft, findet leistbare Produkte und unterstützt damit gleichzeitig andere Familien", so Fryd. Der nächste verkaufsoffene Tag findet am 26. August, von 12 bis 18 Uhr statt.