Auf einer wichtigen Verkehrsverbindung im Bezirk Landstraße wird es ab heute eng. Die Große Ungarbrücke hat nach rund 60 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und wird von den ÖBB schrittweise erneuert, wie der "ORF" berichtet. Für Autofahrer bedeutet das eine längerfristige Teilsperre.
Auf der Brücke steht während der Bauarbeiten in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Mit Verzögerungen ist deshalb insbesondere rund um die Invalidenstraße, Ungargasse, Am Heumarkt und Am Stadtpark zu rechnen.
Eine komplette Sperre ist nach derzeitigem Plan nicht vorgesehen. Während der gesamten Arbeiten soll die Große Ungarbrücke in beide Richtungen einspurig befahrbar bleiben. Auch zu Fuß kann die Verbindung weiterhin genutzt werden.
Die ÖBB tragen die bestehende Brücke abschnittsweise ab. Anschließend wird sie am selben Standort und mit den bisherigen Abmessungen neu errichtet. Die Verkehrsorganisation auf der neuen Brücke soll laut ÖBB "dem zukünftigen Bedarf angepasst" werden. Bis zur Fertigstellung ist allerdings Geduld gefragt: Die Arbeiten sollen bis Juli 2027 dauern.
Unter der Großen Ungarbrücke verläuft die Wiener Schnellbahn-Stammstrecke. Der Neubau der Brücke ist Teil der umfangreichen Modernisierung dieser wichtigen Bahnverbindung.
Die Stammstrecke sollte ursprünglich ab 7. September zwischen Praterstern und Hauptbahnhof beziehungsweise St. Marx gesperrt werden. Ein Kabelbrand beim Bahnhof Praterstern hat den Zeitplan allerdings überholt: Bereits jetzt können Züge nicht zwischen Praterstern und Hauptbahnhof beziehungsweise Meidling verkehren. Die Sperre der Schnellbahn-Stammstrecke soll bis Ende Oktober 2027 dauern.