Start für "Wienopolis"

Eltern nur mit "Visum" – Kinder regieren das Rathaus!

Im Wiener Rathaus haben ab heute die Kinder das Sagen. Bei "Wienopolis" können sie arbeiten, Geld verdienen und politische Entscheidungen treffen.
Wien Heute
24.08.2026, 11:50
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Arbeiten, Geld verdienen und über Gesetze entscheiden: Im Wiener Rathaus übernehmen diese Woche wieder die Kinder. Von 24. bis 28. August verwandelt Wienxtra das Gebäude in die Kinderstadt "Wienopolis". Mitmachen können Kinder zwischen acht und 13 Jahren kostenlos und ohne Anmeldung.

Kinder mischen mit

Bei "Wienopolis" sollen die jungen Teilnehmer spielerisch erleben, wie das Zusammenleben in einer Stadt funktioniert. Sie können unterschiedliche Berufe ausprobieren, mit der eigenen Währung "Holli Cent" bezahlen und in der Politik mitmischen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Einige Neuerungen wurden dabei nicht von Erwachsenen erdacht. Kinder konnten während des Jahres in sogenannten Planungswerkstätten eigene Vorschläge, Wünsche und Kritik einbringen.

Vier Politik-Plätze für Mädchen reserviert

"Wienopolis ist kein fertiges Konzept, das Kindern vorgesetzt wird, sondern ein lebendiger Prozess. Durch die gemeinsame Arbeit in den Planungswerkstätten schaffen wir den Raum, den Kinder brauchen, um ihre Stadt aktiv selbst zu bauen und zu verändern", sagt Jutta Hofer-Shetler, Leiterin von Wienxtra-Kinderaktiv.

Eine Neuerung betrifft die Politik der Kinderstadt. Vier der insgesamt neun Plätze in der Stadtregierung sind heuer für Mädchen reserviert. Zusätzlich gibt es erstmals einen Mädchen-Club, in dem vor den Wahlen gemeinsame Anliegen besprochen werden können.

Eigene Briefmarken erstellen

Auch am Arbeitsmarkt der Kinderstadt gibt es neue Möglichkeiten. An der Kinderuni können Nachwuchsforscher arbeiten, außerdem ist die Wiener Rathauswache vertreten. In einer neuen Gärtnerei wird mit Pflanzen und Erde die MA 48 begrünt.

Bei der Post können sich die Kinder erstmals personalisierte "Wienopolis"-Briefmarken erstellen lassen. Für verdiente "Holli Cent" gibt es außerdem Einkaufsmöglichkeiten in einem eigenen Shop.

Eltern dürfen nur 30 Minuten hinein

Neben Arbeit und Politik kommt auch die Freizeit nicht zu kurz. Geplant sind unter anderem Karaoke, ein Mini-Prater und täglich ein Kinofilm. Für jüngere Geschwister gibt es zweimal täglich eine Kasperl-Vorstellung.

Eine besondere Regel gilt allerdings für Erwachsene: Sie sind in der Kinderstadt lediglich Gäste. Mit einem "Visum" dürfen Eltern und andere Begleitpersonen "Wienopolis" für höchstens 30 Minuten besuchen. Danach wartet im Arkadenhof der sogenannte "Elterngarten".

Kinder leben Demokratie

Hinter dem spielerischen Stadtleben steckt auch ein pädagogisches Konzept. Kinder sollen selbst Entscheidungen treffen und erleben, welche Auswirkungen diese haben. "In Wienopolis erklären wir Demokratie nicht in der Theorie, die Kinder leben sie. Als inklusives Lernfeld erfahren sie hier Selbstwirksamkeit und Verantwortungsbewusstsein: Sie merken, dass ihre eigene Stimme zählt, können aus Fehlern lernen und gestalten Gemeinschaft auf Augenhöhe", erklärt Alexandra Beweis, Leiterin der Wienxtra-Stadtbox.

"Wienopolis" findet von 24. August, bis 28. August, jeweils von 10 bis 17 Uhr im Arkadenhof und in der Volkshalle des Wiener Rathauses statt. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen acht und 13 Jahren, der Eintritt ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.08.2026, 11:50
Weitere Storys