Im neuen Stadtquartier "An der Schanze" (Floridsdorf) nahe der Alten Donau und der U1-Station Kagran entstehen rund 1.400 Wohnungen. Nach nicht einmal zweijähriger Bauzeit fand kürzlich die Schlüsselübergabe für das neue Wohnprojekt statt. Die ersten Bewohner können bereits einziehen.
Die Sozialbau AG errichtete 144 Genossenschaftswohnungen. Sämtliche Wohnungen wurden mit Wohnbauförderungsmitteln der Stadt Wien gebaut und sollen dadurch besonders günstige Mieten ermöglichen.
"Ein neuer innovativer und nachhaltiger Stadtteil entsteht. Dieses Projekt ist speziell auf die Bedürfnisse von Familien und Alleinerziehenden zugeschnitten. Die Stadt Wien setzt weiterhin konsequent auf das Wiener Modell des geförderten Wohnbaus. Wien ist das europaweite Vorbild für Wohnbaupolitik und hier wird das auch greifbar“, so Wohnbau-Stadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ).
Das Wohnangebot richtet sich unter anderem an Alleinerziehende und ältere Menschen. Auch für Familien mit getrennten Elternteilen wurden spezielle Wohnformen geschaffen. Dazu kommen sogenannte "Raumteiler" – kleine Gewerbe-Einheiten mit gemeinschaftlich nutzbarer Infrastruktur, flexiblen Mietmöglichkeiten und einem Online-Buchungssystem. Eine Arztpraxis und eine Apotheke sind ebenfalls vorgesehen.
Eine besondere Rolle soll der "Supergreißler" übernehmen. Dieser betreibt nicht nur ein Lokal, sondern soll gleichzeitig als Objektbetreuer und Ansprechpartner für die Nachbarschaft und die "Raumteiler" fungieren.
"In enger Zusammenarbeit mit der Stadt ist uns hier mit einem speziell auf die Bedürfnisse von Alleinerziehenden abzielenden Wohnungsangebot, 'Raumteilern' und einem 'Supergreißler' ein wirklich wegweisendes Projekt gelungen", betont Hannes Stangl, Technischer Direktor der Sozialbau AG.
Auch bei der Energieversorgung setzt das Projekt auf ein besonderes Konzept. Wien Energie versorgt das Quartier mit Fernwärme und Fernkälte. Mittels Bauteilaktivierung werden Wärme und Kälte über die Decken in die Wohnungen übertragen.
Im Quartier errichtet die Sozialbau außerdem ein Studentenheim für Studierende der Veterinärmedizinischen Universität. Insgesamt sind im neuen Stadtteil auch ein Kindergarten, Grätzlcafés, Kleingewerbe und Gemeinschaftseinrichtungen vorgesehen.
"Durch die von der Stadt Wien geförderte Errichtung ist für die jetzt einziehenden Neo-Floridsdorfer*innen preiswertes Wohnen in top Lage garantiert. Die benötigten Freizeit- und Einkaufsangebote werden dabei gleich mitgedacht", erklärt Floridsdorfs Bezirksvorsteher-Stellvertreter Josef Fischer (SPÖ).
Das gesamte Stadtquartier umfasst ein rund 71.400 Quadratmeter großes Areal mit zehn Bauplätzen und rund 1.400 Wohnungen. Neben der Nahversorgung sind großzügige Grün- und Freiräume sowie ökologisch gestaltete Außenbereiche geplant.