Eine Mieterhöhung liegt im Postkasten – aber ist die neue Vorschreibung überhaupt zulässig? Seit 1. April können die Mieten bei vielen Mietverhältnissen erstmals in diesem Jahr wieder angehoben werden. Gleichzeitig gelten aufgrund der von der Bundesregierung beschlossenen Regelungen neue und strengere gesetzliche Vorgaben.
Für Mieter ist es schwierig zu beurteilen, ob eine Wertanpassung oder Mietzinserhöhung tatsächlich rechtens ist. Die MieterHilfe der Stadt Wien bietet deshalb eine kostenlose Überprüfung und Beratung an. Zahlreiche Wiener haben das Angebot bereits genutzt.
Wer eine Vorschreibung erhalten hat, kann sich kostenlos an die Experten der Stadt wenden. "Die MieterHilfe der Stadt Wien unterstützt, prüft und berät, wenn es darum geht die Rechte der Mieterinnen und Mieter in unserer Stadt zu vertreten und zu sichern", so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SP). "Gerade durch die Neuerungen der letzten Jahre ist es für die Mietenden oft nicht klar, ob Wertanpassungen und Mietzinserhöhungen rechtens sind oder nicht."
Hanel-Torsch fordert Änderungen auf Bundesebene: "Da setzen wir an, denn in Wien hat das Einhalten der Mietbestimmungen Priorität. Darüber hinaus braucht es ein neues modernes bundesweites Mietrecht, unabhängig davon in welchem Jahr das Haus errichtet wurde oder wo es liegt. Die MieterHilfe schafft Klarheit, prüft Vorschreibungen und berät kostenlos zu mietrechtlichen Fragen!"
Nicht nur bei der Höhe der Miete gibt es Neuerungen. Seit 2026 gilt auch eine neue Mindestbefristung. Neue befristete Mietverträge müssen grundsätzlich für mindestens fünf Jahre abgeschlossen oder entsprechend verlängert werden.
Wird dennoch eine kürzere Befristung vereinbart, bleibt der Mietvertrag zwar gültig – die verkürzte Befristung ist jedoch rechtlich nicht durchsetzbar. Gerade vor einer schnellen Unterschrift lohnt sich daher eine genaue Prüfung der Unterlagen.
Wie wichtig dabei die Details sind, so Christian Bartok, Leiter der MieterHilfe der Stadt Wien: "Gerade bei Wertanpassungen kommt es auf den konkreten Mietvertrag und die richtige Berechnung an. Viele Fragen lassen sich rasch klären, wenn die Unterlagen geprüft werden. Deshalb empfehlen wir allen Mieterinnen und Mietern, die bei Erhalt einer Vorschreibung unsicher sind: Kommen Sie zur MieterHilfe. Die Beratung ist kostenlos, kompetent und vertraulich."
Die MieterHilfe steht Wiener Mietern kostenlos für Fragen rund um Mietrecht, Wertanpassungen, Mietzinserhöhungen und Befristungen zur Verfügung.
Persönliche Beratung gibt es auch beim Tag des Wiener Wohnbaus am 6. September 2026 im Rudolf-Bednar-Park in Wien-Leopoldstadt. Am letzten Sonntag vor Schulbeginn sind die Experten der MieterHilfe von 12 bis 18.30 Uhr vor Ort. Auch die anderen Dienststellen der Stadt Wien rund ums Wohnen sind vertreten.