Flughafen Wien-Schwechat

VPNÖ fordert sofortige Abschaffung der Flugabgabe

Die Forderung nach Abschaffung der Flugabgabe erhält Unterstützung, da Standortkosten und Passagierzahlen den Flughafen Wien unter Druck setzen.
19.10.2026, 03:00
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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner fordert, dass die Flugabgabe abgeschafft wird. Unterstützung bekommt sie dabei vom VPNÖ-Klubobmann Kurt Hackl.

Er sagt: "Der Flughafen Wien verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Passagierrückgang von 3,2 Prozent. Gleichzeitig sind die Standortkosten deutlich höher als etwa im nahegelegenen Bratislava."

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"Ersatzlos streichen"

Laut einer Aussendung will man erreichen, dass der Flughafen Schwechat weiterhin das Tor zur Welt bleibt, Arbeitsplätze in Österreich gesichert werden und Fluglinien auch in Zukunft in Wien investieren. Damit das gelingt, müsse Österreich im europäischen Wettbewerb mithalten können.

Hackl betont: "Deshalb ist unsere Forderung an den Bund klar: Die Flugabgabe gehört ersatzlos gestrichen."

Nachteil für Wiener Flughafen

Österreich dürfe sich laut Hackl nicht leisten, den eigenen Wirtschaftsstandort durch zusätzliche Belastungen im europäischen Wettbewerb zu schwächen. Mikl-Leitner habe recht: Die Flugabgabe sei ein Nachteil für den Flughafen Wien und damit für die Wirtschaft in Österreich.

Wenn Fluglinien wegen höherer Kosten ihre Kapazitäten nur wenige Kilometer weiter nach Bratislava verlagern, verliere man Passagiere, Arbeitsplätze und Wertschöpfung – und der Flug finde trotzdem statt, so Hackl.

Auch in Richtung der Grünen schießt die VPNÖ scharf: "Wenn sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für heimische Arbeitsplätze einsetzt, fällt den Grünen nur das Wort 'Kniefall' ein. Die Grünen sprechen von Gerechtigkeit, doch in Wahrheit versteckt sich dahinter einmal mehr ein Anschlag auf unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit auf den Wirtschaftsstandort und die Arbeitsplätze. Diese grüne Märchenpolitik ist ein Schauermärchen für Österreich",  so VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner zur Kritik der grünen Verkehrssprecherin Elisabeth Götze.

"Für sie übernehmen wir Verantwortung"

"Hinter dem Flughafen Schwechat stehen Beschäftigte, Familien und Betriebe. Für sie übernehmen wir Verantwortung. Wer darin nur Klientelpolitik erkennt, hat den Bezug zur Lebensrealität der Menschen verloren. Frau Götze beklagt die schwache Konjunktur und verteidigt gleichzeitig eine Abgabe, die unseren Wirtschaftsstandort belastet. Das passt nicht zusammen. Wenn Fluglinien nach Bratislava ausweichen, findet der Flug trotzdem statt und Österreich verliert Wertschöpfung und Beschäftigungsperspektiven. Was daran gerecht oder gut fürs Klima sein soll, müssen die Grünen erst erklären. Unsere Forderung bleibt daher klar: Die Flugabgabe gehört ersatzlos gestrichen", so Zauner abschließend.

red, 19.10.2026, 03:00