Im Süden von Chile bricht der Vulkan Calbuco zum ersten Mal seit rund fünf Jahrzehnten aus. Im Umkreis von 20 Kilometern muss sich jeder Mensch in Sicherheit bringen. Eine riesige Aschewolke hängt über dem Gebiet. Es droht ein pyroklastischer Strom.
Mehrere gewaltige Explosionen erschütterten das Gebiet, seitdem spuckt der Calbuco Rauch und Asche in die Luft. Die riesige Wolke ist auch noch aus 50 Kilometern Entfernung zu sehen.
Der näheste Ort am Berg, Ensenade, wurde bereis komplett evakuiert. Alle 1.500 Einwohner wurden in Sicherheit gebracht. Innenminister Rodrigo Peñalillo hat angeordnet, dass jeder Mensch im Umkreis von 20 Kilometern gerettet werden muss. Nur 50 Kilometer vom Krater entfernt ist die 250.000-Einwohner-Stadt Puerto Mott. Der Flughafen wurde bereits geschlossen, die Bewohner können (noch) in ihren Häusern bleiben.
Pyroklastischer Strom: 300 km/h schnelle "Todeswolke"
Die Aschewolke über dem Calbuco versetzt Fotografen in Begeisterung, doch sorgt für Besorgnis bei den Wissenschaftlern. Es besteht die Gefahr, dass die Säule unter dem eigenen Gewicht zusammenbricht. Dann entsteht ein pyroklastischer Strom. Dabei stürzen Asche und Gas mit bis zu 300 km/h zur Erde und wälzen sich über die Landschaft. Ein pyroklastischer Strom war es, der die komplette Bevölkerung von Pompeji 79 nach Christus auslöschte.