Als Nachfolger des Golf Plus kann der Golf Sportsvan nicht nur mit einem neuen Namen und Design aufwarten, er ist auch geräumiger und hochwertiger geworden.
Ganz wie es der Name schon sagt, ist der neue Golf Sportsvan dynamischer gestaltet als sein etwas biederer Vorgänger und soll so auch neue Kunden ansprechen.
Er ist dabei auch eigenständiger geworden, wenngleich er technisch mit dem Golf VII eng verbunden ist und auch optisch einiges die Familienzugehörigkeit unterstreicht.
Mehr Platz als beim Vorgänger
Der Golf Sportsvan ist auch etwas gewachsen und jetzt um 13,4 cm länger als der Golf Plus. Auch der Radstand hat um 10 cm zugelegt, wodurch der Innenraum noch mehr Platz als bisher bietet.
Als direkte Konkurrenten peilt der Golf Sportsvan jetzt auch den Renault Scenic, Ford C-Max und Co. an und ist somit mehr als nur ein etwas höherer Golf.
Trotz dynamischen Design bietet der Golf Sportsvan im Innenraum viel Platz für alle Passagier und es stehen auch 500 bis 1.520 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung.
Verwandtschaft zum Golf ist gegeben
Von der Bedienung her gibt der neue VW auch keine Rätsel auf, hier erkennt man die Verwandtschaft zum Golf sehr deutlich und man findet sich auf Anhieb zurecht.
Der Armaturenträger selbst hebt sich jedoch vom Golf ab und wirkt etwas robuster und ist damit dem Stil des Fahrzeugs angepasst.
Durch die erhöhte Sitzposition bietet der Sportsvan aber einen besseren Überblick und auch der Ein- und Ausstieg wird dadurch erleichtert.
Viele Assistenzsysteme stehen zur Verfügung
Wie der Golf VII kann auch der Golf Sportsvan mit einer Fülle an Assistenzsystemen ausgerüstet werden, neben dem Front Assist mit City-Notbremsfunktion und adaptiven Tempomat gibt es auch erstmals einen Ausparkassistent, der den Heckbereich überwacht und beim rückwärts Ausparken auf kreuzenden Verkehr achtet.
Als erstes Modell der Golf-Familie ist der Golf Sportsvan zudem mit einem beheizbaren Lenkrad bestellbar.
Bei der Motorisierung steht ebenfalls eine breite Palette an Möglichkeiten zur Wahl. Basismotorisierung ist der 1,2 TSI mit 85 PS (63 kW). Zudem wird es den Golf Sportsvan zum Start auch noch mit dem 1,2 TSI mit 110 PS (81 kW), dem 1,4 TSI mit 125 PS (92 kW), dem 1,6 TDI mit 110 PS (81 kW) und dem 2,0 Liter TDI mit 150 PS (110 kW) geben.
Verschiedene Getriebe stehen zur Wahl
Je nach Motorisierung gibt es ein manuelles 5-Gang-Getriebe, ein manuelles 6-Gang-Getriebe, ein 6-Gang-DSG oder ein 7-Gang-DSG.
Sparmeister ist der 1,6 TDI BlueMotion mit 110 PS, der sich im Schnitt mit nur 3,6 Liter pro 100 Kilometer zufrieden gibt.
Wir konnten bei einer ersten Ausfahrt schon den 2,0 TDI mit 150 PS in Kombination mit dem 6-Gang DSG-Getriebe erfahren.
Gute Geräuschdämmung im Sportsvan
Diese Kombination bietet den perfekten Mix aus Sportlichkeit und Sparsamkeit. Im Vergleich zum Golf dürfte der Sportsvan auch über eine bessere Geräuschdämmung verfügen, von dem 2,0 Liter TDI bekommt man nämlich im Innenraum akustisch kaum etwas mit.
Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird in 9,2 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Aber auch beim Zwischensprint kann der Golf Sportsvan mit dem 2,0 Liter TDI überzeugen, ein maximales Drehmoment von 340 Nm liegt zwischen 1.750 und 3.000 U/Min vor und ermöglicht aus jedem Bereich eine ansprechende Zugkraft.
Trotz der höheren Bauweise liegt der kompakte Van perfekt auf der Straße und folgt brav der vom Fahrer gewählten Linie. Die sehr direkte Lenkung und eine dennoch komfortable Federung machen den Sportsvan auch zum idealen Begleiter für lange Reisen.
Auf Wunsch auch adaptives Fahrwerk erhältlich
Wer es sportlicher möchte, kann auch die adaptive Fahrwerksregelung DCC wählen, die verschiedene Fahrmodi bietet.
Im Schnitt soll sich der 150 PS starke Diesel mit 4,8 Liter pro 100 Kilometer begnügen, womit er auch für Vielfahrer eine gute Wahl ist.
Mit dem Golf Sportsvan ist VW auf jeden Fall wieder ein Volltreffer gelungen, er bietet viel Platz, wirkt im Innenraum sehr hochwertig und kann mit modernster Technik überzeugen.
Preislich startet der neue Golf Spartsvan mit dem 1,2 Liter TSI in Trendline-Ausstattung bei 21.000,- Euro, der günstigste Diesel mit 110 PS Leistung kommt auf 25.410,- Euro.
Stefan Gruber,