Der WAC ist im Abstiegskampf weiterhin am Leben!
Präsident Dietmar Riegler bekam von seinem Team zur Feier seines 60. Geburtstags ein Geschenk – die Kärntner holten in einem umkämpften, aber über weite Strecken zähen Spiel einen wichtigen 1:0-Sieg. Das Goldtor erzielte Markus Pink (84.) nach einer Flanke per Kopf. Tabellenführer Ried musste derweil einen Rückschlag einstecken: Gegen die WSG Tirol verloren die Oberösterreicher mit 0:1. Peter Kiedl (55.) traf ins eigene Tor.
Für die Wölfe ist es der erste Bundesliga-Sieg nach zwölf (!) Spielen – und damit ist der Abstiegskampf wieder völlig offen. Die Wolfsberger sind zwar immer noch Tabellenletzter des unteren Playoffs, haben aber mit 19 Zählern nur noch einen Punkt Rückstand auf den Vorletzten GAK (20 Punkte). Die Grazer wurden durch die Niederlage von Blau-Weiß Linz überholt, die am Freitag Altach mit 3:0 bezwangen.
Ried bleibt trotz der Niederlage in Tirol unverändert an der Tabellenspitze, führt weiterhin mit 25 Punkten zwei Zähler vor Altach. Mit einem Sieg hätten die Oberösterreicher den Ligaerhalt fixieren können. Die WSG (23 Punkte) festigt durch den Dreier den dritten Tabellenplatz und macht den nächsten Schritt weg vom Abstiegs-Gespenst.
Was der Sieg der Wolfsberger für alle Beteiligten bedeutete, sah man vor allem nach dem Schlusspfiff. Präsident Riegler hatte Freudentränen in den Augen und umarmte jeden einzelnen seiner Spieler. Und: Der WAC zeigte, dass er doch ein Team ist.
Bereits nach Pinks Siegtor brachen bei der Mannschaft kurzfristig die Dämme – alle Spieler liefen zum Siegtorschützen und begruben ihn in einer großen Jubeltraube. Nach der bitteren Niederlage gegen BW Linz monierte Trainer Thomas Silberberger noch: "Wenn du kein Team bist, dann schaut es so aus, wie es aktuell bei uns ausschaut. Da ist extrem viel zu tun."