Die Marillenernte fällt heuer in der Wachau kleiner aus als gewohnt. Grund dafür sind örtliche Spätfrostschäden und die anhaltende Trockenheit. Die Produzenten rechnen dennoch mit einer besonders hohen Qualität der Früchte.
Im bekanntesten Marillenanbaugebiet Österreichs wachsen auf rund 350 Hektar etwa 100.000 Marillenbäume. Die "Wachauer Marille" trägt bereits seit 1995 das EU-Siegel der geschützten Ursprungsbezeichnung. Damit wird ihre besondere Herkunft und ihr einzigartiger Geschmack offiziell anerkannt.
Damit Kunden sicher sein können, echte Wachauer Marillen zu kaufen, sollten sie auf das EU-Siegel "geschützte Ursprungsbezeichnung" sowie die Marke "Original Wachauer Marille" achten. Sie stehen für regionale Herkunft und besondere Qualität.
Rund zwei Drittel der geernteten Marillen werden direkt bei den Obstbauern zwischen Melk und Krems verkauft. Der restliche Teil wird zu Produkten wie Marmelade, Marillennektar, Likören oder Edelbränden verarbeitet, wie der NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet.
Die Wachauer Marille sorgt aber nicht nur in der Landwirtschaft für Wertschöpfung. Auch Gastronomie und Tourismus profitieren Jahr für Jahr vom beliebten Steinobst.
Zahlreiche Betriebe der "Niederösterreichischen Wirtshauskultur" setzen während der Saison auf spezielle Marillen-Gerichte. Auf den Speisekarten stehen Klassiker wie Marillenknödel, Strudel, Kuchen oder Marmeladen ebenso wie Liköre und Marillenbrand.
Auch touristisch dreht sich in den kommenden Tagen vieles um die Marille. Noch bis 26. Juli läuft in der Kremser Altstadt das Fest "Alles Marille 2026". Besucher erwarten Konzerte, Kulinarik und ein buntes Familienprogramm.
Zu den Höhepunkten des Festes zählt der traditionelle Anschnitt des längsten Marillenkuchens des Landes, der jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Krems lockt.