Während Gerichtsurteil spielte Fler zu Hause am Handy

Fler vor dem Gerichtssaal. 
Fler vor dem Gerichtssaal. imago images
Mutige Aktion vom Musiker. Der Rapper erschien am Mittwoch nicht, als der Richter das Urteil aussprach.

Gleich wegen mehrerer Delikte saß Fler auf der Anklagebank. Eine Auswahl: Beleidigung mehrerer Polizisten, einer Nachbarin und eines Rechtsanwalts. Zudem war er ohne Führerschein unterwegs und versuchte einen Journalisten zu nötigen. Da hat sich also einiges gesammelt.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten – ohne Bewährung. Als Begründung nannte man Geld- und Bewährungsstrafen aus der Vergangenheit, die den Musiker offenbar nicht davon abhielten, weiterhin gegen Gesetze zu verstoßen.

Rapper war auf Clubhouse, statt im Gerichtssaal

Die Verteidigung sah die Sache ganz anders. Man forderte sieben Monate auf Bewährung. Grund: "Fler ist auch eine Kunstfigur. Das ist seine Rolle".

Diese Rolle kaufte der Richter dem Rapper anscheinend ab. Es setzte eine zehn monatige Haftstrafe, jedoch auf Bewährung. Fler bleibt also auf freiem Fuß, darf sich in der Zeit keineswegs etwas zu Schulden kommen lassen. Und auch danach sollte er lieber einmal öfter nachdenken, bevor er etwas sagt. 

Er selbst schien sich seiner Sache jedenfalls sehr sicher gewesen zu sein. Bei der Urteilsverkündung war er nicht anwesend. Stattdessen machte er sich in der App "Clubhouse" über die Bewährung lustig.

Der Rapper provoziert weiter.
Der Rapper provoziert weiter.Screenshot
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