Welt

Wagner-Söldner gesteht Doppelmord an Kameraden

Ein kirgisischer Wagner-Söldner gestand nun die Tötung von zwei Kameraden. Sie hätten sich nicht bereiterklärt, am Putsch teilzunehmen, sagt er aus. 
Michael Rauhofer-Redl
19.07.2023, 12:02
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

"Aus Prinzip" habe er seine beiden Mitstreiter getötet, erklärt ein mutmaßlicher Doppelmörder in seinem Verhör. Der 25-jährige Kirgise war Mitglied der Söldergruppe Wagner und wird nun verdächtigt, zwei seiner Kameraden im russischen Oblast Woronesch umgebracht zu haben. Laut Angaben mehrere Telegram-Kanäle zeigt sich der Beschuldigte geständig. Am 6. Juli waren die Leichen von zwei Männern in Militäruniform in der Nähe der Autobahn gefunden worden. 

Neben ihnen befand sich ein mit Waffen beladener Lkw. Die Autobahn führt von der russischen Stadt Woronesch ins ukrainische Luhansk. Zum Motiv der Tat erklärt der 25-Jährige, dass sich seine beiden Kameraden nicht am "Marsch der Gerechtigkeit" – also am Putschversuch von Wagner-Boss Jewgeni Prigoschin – teilnehmen wollten. Reue zeigte er den Ermittlern gegenüber keine. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Streit zwischen Prigoschin und Moskau

Ende Juni eskalierte der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen Prigoschin und Moskau. Der Wagner-Boss hatte bereits in den Monaten zuvor kein gutes Haar an der Kriegsführung der russischen Armee und somit an Verteidigungsminister Sergej Schoigu gelassen. Am 24. Juni setzte sich ein massiver Wagner-Konvoi in Bewegung. Nur (vergleichsweise) wenige Kilometer vor Moskau blies Prigoschin den Putschversuch ab. Seither wurde es ruhig um den Führer der Privatarmee. Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte mittlerweile, dass es die Söldnergruppe gar nicht (mehr) gebe.