Wahl 2020 – so steht das Match um das Burgenland

Exakt 250.181 Burgenländerinnen und Burgenländer wählen am Sonntag einen neuen Landtag. 11 Prozent haben von ihrem Wahlrecht bereits Gebrauch gemacht. "Heute" hat letzte Umfragen und Hintergründe.
Hans Bögl, Theodor Kery, Hans Sipötz, Karl Stix, Hans Niessl und Hans Peter Doskozil. Seit 56 Jahren wird das Burgenland nun schon von der SPÖ regiert. Die Chancen, dass dies auch nach Sonntag so bleibt, sind – nun ja – mehr als intakt.

Ausgangslage

2015 holten die Roten (noch unter Langzeit-Landeshauptmann) Hans Niessl knapp 42 Prozent der Stimmen. Am Höhepunkt der Flüchtlingskrise hat die SPÖ zwar 6 Prozent direttissima an die FPÖ (kletterte von 9 auf 15 Prozent) verloren), blieb aber klar Erste.

Die ÖVP fiel auf unter 30 Prozent und flog aus der Regierung. Obmann Franz Steindl musste Thomas Steiner Platz machen. Die Grünen (6 Prozent) und Liste Burgenland (4,8 Prozent) schafften den Einzug in den Landtag. Hans Niessl wagte den rot-blauen Tabubruch. Hans Peter Doskozil führte ab März 2019 die skandalfreie Regierungsarbeit zu Ende.

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Meinungsforscher prognostizieren der SPÖ am Sonntag einen deutlichen Erfolg. Laut einer von Puls 24 in Auftrag gegebenen Karmasin-Umfrage kann sich die "Liste Doskozil" auf rund 43 Prozent der Stimmen einstellen. Die VP – bei EU- und Nationalratswahl noch Erste im Burgenland – fällt wieder klar auf den zweiten Rang und rund 32 Prozent zurück.

Bitter könnte der Wahlsonntag für die FPÖ enden. Karmasin sagt einen Verlust von einem Drittel der Wähler und Absturz auf 10 Prozent voraus. Eine Weiterführung der rot-blauen Zusammenarbeit ginge sich dank der starken SPÖ dennoch leicht aus. Die Grünen bleiben mit neun Prozent unter dem Bundestrend. Für Liste Burgenland und Neos wird der (Wieder-)Einzug in den Landtag ein zäher Kampf.



Bei der (fiktiven) Landeshauptmann-Direktwahl kann Hans Peter Doskozil den Amtsinhaber-Bonus voll ausspielen. Er würde klar die absolute Mehrheit erzielen. Thomas Steiner (VP), Johann Tschürtz (FP) und Regina Petrik (Grüne) kommen hingegen klar unter den Werten ihrer Parteien zu liegen.





Wahltag und Ergebnisse

250.181 Burgenländer dürfen 2020 wählen. Die letzten Urnen schließen um 16.00 Uhr, dann wird gezählt. 27.580 Burgenländer (11 Prozent der Wahlberechtigten) haben ihr Kreuz schon am vorgezogenen Wahltag (17.1.) gemacht. Am Sonntag um Punkt 16.00 Uhr gibt es die erste Hochrechnung – sofort live auf "Heute.at".



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