Wahl im ORF: Lugner stinksauer

Es ist fix: Richard Lugner darf an der Elefantenrunde der Präsidentschaftskandidaten teilnehmen. Diese bildet am 21. April um 20.15 Uhr (ORF 2) den vorläufigen Abschluss der Wahlkampfberichterstattung des Staatsfunks. Der unabhängige Kandidat ist aber verärgert, weil er nicht zu den Zweiergesprächen geladen wurde.

Es ist fix: des Staatsfunks. Der unabhängige Kandidat ist aber verärgert, weil er nicht zu den Zweiergesprächen geladen wurde.

Vor der Elefantenrunde kutschiert Hanno Settele die Bewerber in der "Wahlfahrt" durchs Land. Den Anfang machen Griss und Lugner (31. März), gefolgt von Hofer und Van der Bellen (5. April) sowie Khol und Hundstorfer (7. April, jeweils 20.15 Uhr in ORF 2).

Lugner nicht bei Zweiergesprächen

Auch ein neues Format versucht der ORF: In Zweier-Kurzduellen (je 15 Minuten) befragen abwechselnd Marie-Claire Zimmermann und Tarek Leitner die Kandidaten zur Zukunft des Landes – und das an einem einzigen Abend (14. April, 20.15 Uhr, ORF 2). Dort ist Lugner nicht dabei. Der ORF begründet das mit seiner "Relevanzstudie".

"Schlag ins Gesicht"

Abgesehen davon, dass der Gebührensender ORF "sich anmaßt, Präsidentschaftskandidaten unterschiedlich zu behandeln", kritisiert Lugner die "Vorgehensweise des öffentlich-rechtlichen Senders, um zu ihren Ergebnissen" zu kommen. Bereits bei der Wienwahl vergangenen Oktober habe das Meinungsforschungsinstitut SORA bewiesen, wie realitätsfremd ihre Meinungsalchemisten tatsächlich sind: "Demokratiepolitisch ist es ein Schlag ins Gesicht. Nicht nur für mich, sondern für jeden GIS-Zahler in diesem Land", so Lugner.

Deshalb fordert der Baumeister die sendeverantwortlichen Gremien auf, ihre Entscheidung zu überdenken: "Es geht hier nicht um Sendezeit, sondern um die Chance, meine Anliegen als zukünftiger Präsident in den Zweiergesprächen zu argumentieren", führt Lugner aus.

Erfreut zeigt sich der Baumeister jedoch von der Einladungspolitik der österreichischen Privatsender, die keinen Unterschied zwischen Parteikandidaten und dem unabhängigen Lugner machen: "In Österreich finden wir inzwischen eine Situation vor, in denen Privatsender eher dazu bereit sind, ihren öffentlichen Auftrag zu erfüllen, als gebührenfinanzierte Anstalten", schließt Lugner, der damit eine Debatte über die Notwendig von GIS-Gebühren als akut betrachtet.

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