Politik

Wahlbetrug? Strache rudert nach Gewaltaufrufen zurück

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:36

Bereits am Tag der Stichwahl thematisierte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache immer wieder vermeintliche Ungereimtheiten bei den Wahlergebnissen. Auf seiner Facebook-Seite witterte er gleich bei mehreren veröffentlichten Ergebnissen - etwa in Linz und Waidhofen - mögliche Ungereimtheiten. Beide Postings musste er aber löschen, nachdem seine Anhänger zu Gewalt und sogar Anschlägen aufriefen.

Bereits am - mögliche Ungereimtheiten. Beide Postings musste er aber löschen, nachdem seine Anhänger zu Gewalt und sogar Anschlägen aufriefen.

In zwei Postings thematisierte Strache am Tag nach der Stichwahl, die sein Kandidat Norbert Hofer knapp verlor, zunächst an. Während es sich im ersten Fall um einen Eingabefehler des Innenministeriums handelte, gab es im Linzer Ergebnis keinerlei Unregelmäßigkeiten.

In beiden Fällen erwies sich seine Skepsis als unbegründet. Seinen Facebook-Fans galt der bereits angedeutete Wahlbetrug allerdings als erwiesen. Die Wut der unterlegenen FPÖ-Wähler schaukelte sich in den Facebook-Kommentaren offenbar so sehr hoch, dass Strache selbst seine Postings löschen musste.

Aufrufe zu Gewalt und Anschlägen

In einem weiteren Eintrag forderte er seine Anhänger zu "Besonnenheit und Mäßigung" auf, nachdem manche Nutzer Kommentare hinterlassen hatten, "die mit dem Respekt gegenüber der Demokratie und auch gegenüber den Kandidaten und ihren Wählern völlig unvereinbar sind", so Strache. Tatsächlich war von einigen Usern in den Kommentaren zu offener Gewalt, Putsch und Anschlägen auf den Wahlsieger Alexander Van der Bellen aufgerufen worden.

Das Innenministerium nimmt die Gefahr "sehr, sehr ernst", wie ein Sprecher gegenüber dem "Standard" mitteilte. Die Sondereinheit Cobra sei mit dem Schutz Van der Bellens betraut.

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