Nachdem erst am Montag der nächste große Skandal rund um die Wahlkarten aufgedeckt wurde, steht am Donnerstag schon das nächste Problem im Raum. Eine Suchfunktion im Online-Bestellformular spuckt die private Wohnadresse jeder beliebigen Person aus.
Nachdem erst am Montag der nächste große Skandal rund um die Wahlkarten aufgedeckt wurde (), steht am Donnerstag schon das nächste Problem im Raum. Eine Suchfunktion im Online-Bestellformular spuckt die private Wohnadresse jeder beliebigen Person aus.
Journalisten hatten erst zu Beginn der Woche bewiesen, dass man - sofern man Name, Geburtsdatum und Adresse einer Person weiß - mit einer stellen kann. Per Zustelladresse könnte man diesen dann zu einer beliebigen Adresse senden lassen.
Und nun folgt der nächste Paukenschlag: die "Salzburger Nachrichten" berichteten am Donnerstag, dass über die Website "www.wahlkartenantrag.at" die offiziellen Meldeadressen jeder beliebigen Person herauszufinden ist.
Das Online-Tool liefert nämlich nach Eingabe von Name, Geburtsdatum, Heimatgemeinde und erfundener Pass-Nummer über eine Suchfunktion die korrekte Meldeadresse aus. Die Journalisten waren in der Lage, die Adressen von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP), Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und Tennisstar Dominic Thiem herauszufinden.
Weiters stellte sich heraus, dass Ex-Vizekanzler Michael Spindelegger bereits eine Wahlkarte beantragt hat, die Grüne Abgeordnete Madeleine Petrovic noch nicht.
Das Innenministerium sieht den Fehler bei den privaten Unternehmen, die die Website konzipiert hat. Diese Funktion widerspreche den datenschutzrechtlichen Bestimmungen, wie ein Sprecher betont. Die Firma hat den Fehler laut Angaben des Ministeriums umgehend behoben.