Heiße Phase im Kampf um das Leben vom Wal "Timmy"! Bereits seit fast einem Monat liegt der gestrandete Meeressäuger vor der Küste der Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern). Nun könnte das Tier bald aus seiner misslichen Lage befreit werden.
Bereits am Dienstagvormittag sprach der Umweltminister des deutschen Bundeslandes, Till Backhaus (SPD), von einem "Tag der Entscheidung". "Timmy" sei transportfähig und könnte in einer großen Barge verladen werden, die dann von einem Schlepper in die Nordsee gezogen werden soll.
Backhaus rechnete damit, dass der Wal bis zum Sonnenuntergang verladen werde. Jetzt könnte es aber schneller gehen. Die Helfer hatten die letzten Stunden damit verbracht, den Wal in die richtige Richtung zu drehen.
Wie die "Bild" berichtet, hatte man dafür abgeschnittene Feuerwehrschläuche verwendet. Per Hand legten mehrere Retter diese um "Timmy" und zogen an ihm. Schlussendlich konnten sie den Meeressäuger – im zweiten Versuch – um 180 Grad drehen.
Nun liege "Timmy" richtig. Der Buckelwal müsse jetzt noch die rund 110 Meter lange Rinne passieren, um in die Barge zu gelangen. Die Rinne wurde zuvor von den Helfern ausgehoben. Die Barge könne man nicht zu dem Tier bringen, weil sie zu breit sei. So müsse man den Wal jetzt auch noch auf den letzten Metern leiten.