Was als Bergtour geplant war, endete für zwei junge Urlauber in Salzburg mit einem dramatischen Rettungseinsatz: Am Mittwochnachmittag mussten sie am Gamskarkogel ausgeflogen werden. Darüber berichtet die "Krone".
Die beiden Schweden im Alter von 20 und 21 Jahren waren trotz winterlicher Bedingungen zu Fuß in Richtung des 2.467 Meter hohen Gipfels bei Bad Hofgastein unterwegs. Auf etwa 2.000 Metern Seehöhe gerieten sie jedoch in massive Probleme – der Schnee wurde ihnen zum Verhängnis.
"Sie steckten hüfttief im Schnee", schildert Einsatzleiter Roman Brandstetter von der Bergrettung Bad Hofgastein die Situation vor Ort. Die beiden dürften laut Einschätzung der Retter einem GPS-Track gefolgt sein, obwohl die Sommerroute (Weg Nr. 513) oberhalb der Rastötzenalm tief verschneit und nicht mehr erkennbar war.
Die Ausrüstung der Wanderer war für die Bedingungen völlig ungeeignet: Sie waren lediglich mit Trailrunningschuhen unterwegs. Einer der beiden verlor diese sogar im Schnee. Gegen 15.30 Uhr setzte er noch einen Notruf ab – danach brach der Kontakt ab, vermutlich wegen eines leeren Handy-Akkus.
Glück im Unglück: Der Polizeihubschrauber "Libelle" befand sich wegen eines Lawineneinsatzes in Sportgastein bereits im Tal. Die Besatzung konnte rasch reagieren und die beiden Männer per Taubergung in Sicherheit bringen. Sechs Einsatzkräfte der Bergrettung Bad Hofgastein standen zusätzlich in Bereitschaft.
Die Lage in den Bergen bleibt angespannt: Erst rund um das Palmwochenende und in der Osterwoche gab es erneut Schneefälle im Gasteinertal. Ab etwa 1.800 Metern liegt weiterhin viel Schnee, zudem sind in der Nähe des Einsatzortes bereits mehrfach Lawinen abgegangen.