Wann sperren Shopping-Zentren wieder auf?

Nach Ostern soll der Handel in Österreich wieder in die Gänge kommen, so zumindest der Plan der Regierung. Das gilt aber nicht für Einkaufszentren.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat in der Nacht auf Freitag die neuen Einkaufsregeln für Österreich veröffentlicht.

Ab 14. April dürfen nämlich auch alle "sonstigen Betriebsstätten" wieder öffnen, die nicht zur notwendigen Grundversorgung des Landes (Lebensmittelhändler, Drogerien und Apotheken) zählen. Unter dem Begriff sind alle Geschäfte zu verstehen, "die dem Verkauf, der Herstellung, der Reparatur oder der Bearbeitung von Waren dienen". Das gilt also auch für Handy-Shops, Bekleidungsgeschäfte, etc. – aber nur solange der Kundenbereich maximal 400 Quadratmeter an Fläche beträgt.

Die Filialen diverser Möbelhäuser und die großen Elektronikketten müssen demnach geschlossen bleiben. Doch wie sieht es mit Einkaufszentren aus? Dort gibt es ja oft eine Vielzahl an kleinen Shops. Dürfen diese öffnen? Die ernüchternde Antwort ist: Nein!

Warum SCS & Co. geschlossen bleiben

Der Grund ist wieder die 400 Quadratmeter-Regelung. In der Verordnung ist ganz klar festgehalten, dass wenn sich der Eingang zum Gebäude in einem gemeinsamen Kundenbereich befindet – wie eben bei einem Shopping Center – dieser zur Geschäftsfläche dazuzuzählen ist. So kommen auch die kleinsten Betriebe über das erlaubte Maximum.

Auch nachträglich gibt es an dieser Verordnung für findige Geschäftsleute nichts zu rütteln. Denn wie es darin dezidiert heißt, werden Veränderungen der Größe des Kundenbereichs, die nach dem 7. April 2020 vorgenommen wurden, nicht in die Berechnung aufgenommen.

Bei SCS & Co. bleiben die Türen also weiterhin geschlossen. Wann sie wieder aufsperren können, ist noch unklar. Die aktuelle Verordnung gilt vorerst bis 30. April.

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