Spionage-Alarm bei KI-Riese

Wanze versteckt: OpenAI-Mitarbeiter verhaftet

Ein 35-jähriger saudischer Mitarbeiter soll ein Abhörgerät in einem OpenAI-Konferenzraum platziert haben. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.
14.10.2026, 14:13
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Die Angst vor Spionage ist in der boomenden KI-Branche allgegenwärtig. Nun sorgt ein spektakulärer Fall beim ChatGPT-Entwickler OpenAI für Aufsehen.

Ein Mitarbeiter soll versucht haben, einen Konferenzraum abzuhören, in dem häufig Geschäftsgeheimnisse besprochen werden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der 35-jährige saudische Staatsbürger Abdulrahman Alfozan wurde am 9. Oktober festgenommen und erschien am Dienstag vor einem Bundesrichter in San Francisco. Das FBI ermittelt in dem Fall.

Wie n-tv unter Berufung auf das US-Justizministerium berichtet, war das versteckte Gerät am 30. September entdeckt worden. Es steckte im USB-Anschluss eines Fernsehers und war in Toilettenpapier eingewickelt. Angebracht wurde es wohl zwei Tage zuvor.

Ein Gerät – laut US-Justizministerium ein verstecktes Audioaufnahmegerät –, das von Abdulrahman Alfozan, einem saudischen Staatsangehörigen und Ingenieur bei dem KI-Unternehmen, in einem Konferenzraum der Führungsebene von OpenAI installiert wurde,
via Reuters

Zweites Gerät in Tasche gefunden

Der Inhalt des Aufnahmegeräts war verschlüsselt. In einer Tasche, die der Verdächtige in den Firmenräumen zurückgelassen hatte, fand man ein zweites ähnliches Gerät.

Brisant: Über einen Chatbot-Account, der der Ehefrau des Mitarbeiters zugeordnet wird, sollen zuvor Anfragen zum Bau eines Aufnahmegeräts, zum Mithören in Echtzeit und zur Verschlüsselung gestellt worden sein.

Bis zu fünf Jahre Haft möglich

Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 225.000 Euro. Am 19. Oktober soll er erneut vor Gericht erscheinen.

OpenAI betonte, man habe bisher keine Hinweise darauf, dass der Mitarbeiter unberechtigt auf Modellparameter, Quellcode oder Kundendaten zugegriffen habe.

US-Geheimdienstkoordinator Jay Clayton unterstrich, der Fall zeige, wie wichtig der Sieg im KI-Wettlauf für die nationale Sicherheit der USA sei.

red, 14.10.2026, 14:13
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