In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft war Oliver Baumann noch als Einser-Tormann im DFB-Team gesetzt – bei der WM-Endrunde wird er aber nur zweite Wahl sein. Der Hoffenheim-Schlussmann wurde von Teamchef Julian Nagelsmann degradiert, der setzt nämlich auf die Dienste von Manuel Neuer.
Im abschließenden WM-Test feierte Deutschland gegen die USA einen 2:1-Erfolg. Im Anschluss stand aber nicht das Sportliche im Mittelpunkt, sondern Baumann. Der stand auch beim letzten Testspiel vor der WM für den verletzten Neuer zwischen den Pfosten und sprach anschließend über seine Herabstufung.
"Anfangs war es natürlich hart, das war nicht ganz cool von meinem Gefühl her“, erklärte Baumann im Interview mit "RTL". Trotz der Enttäuschung sei für ihn aber sofort klar gewesen, dass er die Mannschaft bei der Weltmeisterschaft unterstützen werde.
"Aber mir war sofort klar, dass ich fürs Team da sein werde und mitgehe. Ich habe nicht einmal daran gedacht, nicht mitzufahren", stellte der Hoffenheim-Schlussmann klar. Und weiter: "Es ist eine WM, ich möchte der Mannschaft helfen, es wird alles für den Erfolg getan."
Auch das Verhältnis zu Manuel Neuer habe unter der Situation nicht gelitten. "Gut, nach wie vor", betonte Baumann. Bundestrainer Julian Nagelsmann fand vor dem USA-Spiel lobende Worte für seinen Ersatzkeeper. Baumann sei eine "Weltklasse-1b-Lösung", erklärte der Teamchef bereits bei der Kaderbekanntgabe im Mai, als er die Rückkehr Neuers bestätigte.