Wie so viele Sachen im Leben beginnt es mit einer guten Botschaft. Tausende erhalten derzeit eine SMS vom Finanzamt. Inhalt: "Die Regierung hat beschlossen, jedem Haushalt einen Betrag von €218,14 als Ausgleich für die Kosten von Gas, Wasser und Strom zurückzuerstatten." Extrem misstrauisch werden die meisten wohl bei der nächsten Zeile. Man beachte den Fehler: "Um Anspruch auf diese Rückerstattung zu erheben volgen sie finanzonlinebmf-gv.at."
Dennoch bleiben viele gutgläubig, immerhin wird viel Geld versprochen. Und der Link sieht offiziell aus. Wer draufklickt, landet auf einer angeblichen Finanzonline-Seite. Hier wird man jetzt aufgefordert, sich in das eigene Onlinebanking einzuloggen.
Schritt eins: Bank auswählen. Schritt zwei IBAN eintippen. Jetzt schnappt die Falle zu!
"Sie befinden sich auf einer gefälschten Onlinebanking-Seite, die es auf Ihre Daten abgesehen hat", warnt Watchlist Internet, eine Informationsplattform zum Thema Internetbetrug.
In dieser Sekunde erhält das Opfer eine Popup-Nachricht am Bildschirm. Deine Bankomatkarte sei in Kürze nicht mehr verwendbar, die Neue sei bereits am Weg. Man solle doch die alte Karte per Post zurückschicken.
Besonders plump: Wenn man jetzt "Erklärung" anklickt, wird einem befohlen, die alte Karte zu zerschneiden, bevor man sie in das Kuvert steckt. Dann soll man den PIN-Code eingeben und sich einen neuen Code aussuchen.
ACHTUNG! All das ist ein Fake von Kriminellen. Die Internet-Gangster können auch mit einer zerschnittenen Karte Geld beheben und Einkäufe bezahlen. Watchlist Internet: "Eine Karte ist nur dann zerstört, wenn Sie den Chip und den Magnetstreifen zerstören."
Bist du in diese Falle getappt, hilft nur eines: Sofort die Bank kontaktieren und die Karte sperren lassen.