Die Welt der Computertechnik steckt in einer Krise: RAM-Speicher wird knapp und teuer. KI-Unternehmen kaufen den Markt leer, um ihre Server zu betreiben. Für viele PC-Hersteller ist das ein ernstes Problem.
Apple hingegen scheint davon weniger betroffen zu sein. Der Grund liegt in der besonderen Architektur der hauseigenen M-Chips, die das Unternehmen seit 2020 entwickelt.
Wie macwelt.de berichtet, hat Apple mit seinem System-on-a-Chip-Ansatz eine Lösung gefunden, die mit deutlich weniger Arbeitsspeicher auskommt. Bei diesen Chips sind CPU, GPU, Neural Engine und RAM auf einem einzigen Chip vereint.
Der entscheidende Vorteil: Alle Komponenten können auf dieselben Daten zugreifen, ohne sie hin- und herschieben zu müssen. Das reduziert die Verzögerung drastisch und steigert die Leistung, ohne dass große Mengen zusätzlicher Speicher nötig sind.
Dazu setzt Apple auf aggressive Speicherkomprimierung in macOS sowie effizientes Memory Swapping. Wenn der RAM voll ist, lagert das System Daten blitzschnell auf die SSD aus. So fühlen sich 8 GB RAM auf einem Mac an wie das Doppelte auf einem herkömmlichen PC.
Diese Strategie zahlt sich jetzt aus: Während andere Hersteller die Preise erhöhen müssen, konnte Apple im März sein bisher günstigstes MacBook vorstellen - das MacBook Neo für 699 Euro. Andere Unternehmen wie Meta haben bereits Preiserhöhungen von bis zu 100 Dollar angekündigt.