Warum die Paranuss nur in Maßen gegessen werden soll

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Die Paranuss ist zwar gesund, sollte dennoch nur in kleinen Mengen genossen werden. Der Grund: Sie ist radioaktiv.

Nüssesind Bestandteil einer gesunden Ernährung. Sie enthalten zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Neben den beliebtesten Nüssen wie Haselnuss, Walnuss oder Cashew-Nuss, gibt es auch die weniger bekannte Paranuss, die ihr viel zu wenig beachtetes Dasein in Nussmischungen fristet. In den halbmondförmigen Nüssen steckt ebenso alles, was sie zu einem gesunden Snack macht. Vegetarier und Veganerschätzen sie vor allem wegen dem enthaltenen pflanzlichen Eiweiß.

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Radium in Paranüssen

Dennoch sollte man diese Nuss in Maßen genießen, wie aus einer Mitteilung der Verbraucherzentrale Bayern hervorgeht. Der Grund: Die Nüsse seien von Natur aus radioaktiv. "Sie können rund 1000-fach höhere Radiumgehalte aufweisen als der Durchschnitt aller in Deutschland mit Radium belasteten Lebensmittel", erklärt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Radium ist ein radioaktives Element.

Grund zur Sorge besteht deswegen keine. Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat nachgerechnet: Personen, die täglich zwei Paranüsse essen, erhöhen die Aufnahme natürlicher Radionuklide um etwa die Hälfte im Vergleich zu einer herkömmlichen Ernährung. "Bei einer Strahlenbelastungin dieser Höhe muss niemand mit negativen gesundheitlichen Folgen rechnen", heißt es auf deren Website.

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Wie kommt die Radioaktivität in die Nuss?

Grundsätzlich enthalten alle Nahrungsmittel natürliche Radionuklide – manche mehr, manche weniger. Kommt das Nahrungsmittel aus dem Boden, enthält es logischerweise mehr davon. Paranüsse nehmen wegen des hohen Radiumgehalts unter den Lebensmitteln eine "Sonderstellung" ein, schreibt das BfS.

Die Tschernobyl-Reaktorkatastrophe aus dem Jahr 1986 wirkt bis heute nach. So sind in einigen Gegenden Deutschlands auch noch bestimmte Pilz- und Wildtierarten mit Cäsium-137 belastet. Diese Belastungen sind aber nicht mit der natürlich vorkommenden Radioaktivität zu verwechseln, die ohnehin besteht.

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