Als Kinder verbrachten wir oft Zeit bei den Großeltern – und wurden mit ihren altmodischen Hausmitteln konfrontiert. Eine CHIP-Redakteurin erinnert sich: Bei ihrer Oma gab es jeden Abend ein Fußbad. Egal, ob Sommer oder Winter, die Füße mussten ins warme Wasser.
Was damals merkwürdig erschien, hat tatsächlich einen wissenschaftlichen Hintergrund. Fußbäder haben nämlich zahlreiche gesundheitliche Vorteile.
Wie chip.de berichtet, schwächen kalte Füße das Immunsystem. Laut Netdoktor verengen sich bei Kälte die Blutgefäße der oberen Atemwege, wodurch die Nasenschleimhaut austrocknet. Erkältungsviren haben es dadurch leichter, in den Körper einzudringen.
Bei einem warmen Fußbad passiert das Gegenteil: Die Gefäße weiten sich. Dadurch wird auch die Durchblutung der Schleimhäute angeregt, was die Abwehrkraft stärkt. Je nach Badezusatz kann es eine krampflösende, entzündungshemmende oder desinfizierende Wirkung haben.
Fußbäder helfen außerdem bei Fußschweiß, Hühneraugen, Blasenentzündungen, geschwollenen Beinen und sogar bei Menstruationsbeschwerden.
Ein beliebter Zusatz ist Kaiser-Natron. In der Naturheilkunde wird es zur "Entsäuerung" der Haut eingesetzt. Allerdings gibt es dazu keine belastbaren Studien. Trotzdem schadet ein basisches Fußbad mit Natron nicht – es ist kostengünstig und kann die Haut sanfter machen.
Experten empfehlen, ein bis zwei Löffel Natron in vier bis fünf Litern warmem Wasser aufzulösen und das Ganze etwa 20 bis 30 Minuten durchzuführen.
Warme Fußbäder beruhigen auch das Nervensystem und wirken gegen Schlafstörungen. Warme Füße helfen beim schnelleren Einschlafen. Badezusätze wie Lavendelöl können diese Wirkung noch verstärken.
Wer es eilig hat: Auch das Abbrausen der Füße mit warmem Wasser oder eine Wärmflasche in Kombination mit Kuschelsocken zeigen Wirkung.