Es ist eine Frage, die vielen peinlich ist: Wie oft muss ich meine Socken wirklich wechseln? Die einen greifen jeden Morgen automatisch zu einem frischen Paar, andere tragen ihre Socken zwei oder drei Tage hintereinander. Was ist richtig?
Fakt ist: Unsere Füße verbringen den Großteil des Tages in geschlossenen Schuhen. Dort entsteht ein warmes, feuchtes Klima - ideal für Bakterien und Pilze. Füße können pro Tag bis zu einem Viertelliter Schweiß produzieren. Der ist zwar zunächst geruchlos, beginnt aber durch Bakterien zu stinken.
Wie "Chip" berichtet, gilt als Grundregel: Ein täglicher Wechsel ist für die meisten Menschen sinnvoll. Das betrifft vor allem Personen, die viele Stunden in geschlossenen Schuhen verbringen, beruflich viel stehen oder gehen und zu Schweißfüßen neigen.
Die überraschende Nachricht: Es gibt Situationen, in denen ein zweiter Tragetag völlig okay ist. Wer wenig schwitzt, den Tag überwiegend im Sitzen verbringt - etwa im Homeoffice - und dessen Socken abends noch trocken und geruchsfrei sind, muss sie nicht sofort waschen.
Entscheidend ist der Zustand der Socken: Riechen sie unangenehm, fühlen sich feucht an oder sind sichtbar verschmutzt, gehören sie unabhängig von der Tragedauer in die Wäsche.
Socken aus Kunstfasern wie Polyester oder Acryl beginnen oft schneller zu muffeln. Sie sollten täglich gewechselt werden. Bei Baumwollsocken gilt dasselbe - bei sehr geringer Belastung kann im Ausnahmefall auch ein zweiter Tag drin sein.
Anders sieht es bei Wollsocken aus, besonders bei Merinowolle: Sie wirkt temperaturregulierend und gilt als von Natur aus geruchshemmend. Solche Socken können bei geringer Schweißproduktion ein- bis zweimal erneut getragen werden - vorausgesetzt, sie können auslüften.
Nach Sport, Wandern oder langer Arbeit im Stehen sollten Socken sofort gewechselt werden. Bei Fuß- oder Nagelpilz ist besondere Sorgfalt gefragt: Socken dann häufiger wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen, um Pilzsporen abzutöten. Auch Menschen mit Diabetes sollten auf trockene, saubere Socken achten, um Hautschäden vorzubeugen.