Shitstorm auf Social Media

Spiel mit Thiel: "Absurd, peinlich und gefährlich"

US-Tech-Milliardär und Apokalyptiker Peter Thiel lehnt Demokratie ab. Er soll seine kruden Thesen am 7. Juni bei den Wiener Festwochen präsentieren.
Heute Entertainment
29.05.2026, 07:18
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Auch in seinem dritten Jahr als Intendant der Wiener Festwochen stellt Milo Rau seine Lust an der Provokation zur Schau: Mit der Einladung des umstrittenen Tech-Milliardärs und "Weltuntergangspropheten" Peter Thiel hat er nun sogar jene aufgebracht, die seine grenzüberschreitenden Inszenierungen sonst schätzen.

Er will Sillicon-Valley-Guru Thiel nun am 7. Juni um 20 Uhr im Hotel InterContinental eine Bühne für seine kruden Thesen geben. Gemeinsam mit dem "linken Theologen" Wolfgang Palaver soll der Amerikaner mit deutschen Wurzeln in einer von Rau moderierten Diskussion zum Thema "Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik" ausgiebig zu Wort kommen.

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Noch mehr Bühne für Thiel

Thiel habe seine Teilnahme bereits fix zugesagt, hieß es am Mittwoch. Weil das Erscheinen des Mannes, der nicht an die Demokratie glaubt, aber immer mehr Menschen aufstößt, wird am 29. Mai im Odeon Theater nun darüber abgestimmt, ob der Gast überhaupt willkommen ist.

Es werde "eine Debatte der Republik abgehalten", kündigen die Festwochen den Schritt an. "Auf Basis dieser offenen Debatte werden die Wiener Festwochen am Samstag, den 30. Mai, eine Entscheidung treffen, ob die Veranstaltung wie geplant stattfinden kann."

"Keine Bühne für Faschisten"

Im Netz sorgt das Ganze für reichlich Unmut. So wird auf dem Insta-Profil der Wiener Festwochen heftig kritisiert und der Ärger deutlich. "Man könnte auch einfach Theater machen statt Theater zu machen", kommentiert einer der vielen aufgebrachten User.

"Wer kommt als nächstes? Putin? Kim Jong Un?", fragt ein Anderer erbost. "Besser ausladen und Rücktritt von Milo Rau", fordert ein weiterer Kommentator. "Man weiß gar nicht, was schlimmer ist: Die ursprüngliche Programmierung oder die inszenierte Externalisierung der Entscheidung, statt Verantwortung für eine selbstverschuldete Krise zu übernehmen. Absurd, peinlich und gefährlich. Keine Bühne für Faschisten", heißt es von einer weiteren Userin.

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