Schweißfrage des Sommers

Achselhaare im Sommer – fördern sie Schweißgeruch?

Während Deos Hochsaison haben und Rasierer täglich zum Einsatz kommen, fragen sich viele: Sind die Härchen wirklich verantwortlich für Schweißgeruch?
Heute Life
30.05.2026, 13:15
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Viele kennen das Gefühl: Kaum steigen die Temperaturen, wird das Deo zum ständigen Begleiter. Besonders an heißen Sommertagen sorgt Schweiß schnell für Unsicherheit – vor allem dann, wenn sich unter den Armen Haare befinden. Doch sind Achselhaare tatsächlich unhygienisch oder sogar schuld an unangenehmen Gerüchen? Die Antwort fällt differenzierter aus, als viele glauben.

Warum haben wir überhaupt Achselhaare?

Auch wenn Achselhaare oft als störend empfunden werden, erfüllen sie durchaus wichtige Aufgaben: Sie sind ein Überbleibsel unserer stärker behaarten Vorfahren und haben bis heute biologische Funktionen.

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Gegenüber "watson.ch" erklärt Hautärztin Sabine Stangl, dass Achselhaare den Körper bei der Temperaturregulierung unterstützen. Durch die Schweißbildung entsteht eine Art Verdunstungskälte, die dabei hilft, den Körper an heißen Tagen abzukühlen. Darüber hinaus können die Haare die Haut vor Reibung schützen und das Risiko für kleine Entzündungen oder Reibungsekzeme reduzieren.

Schweiß selbst riecht gar nicht

Viele Menschen glauben, dass Schweiß automatisch unangenehm riecht. Tatsächlich stimmt das nicht. Frischer Schweiß ist nahezu geruchslos. Der typische Schweißgeruch entsteht erst, wenn Bakterien auf der Haut beginnen, die Bestandteile des Schweißes zu zersetzen.

Genau dabei spielen Achselhaare eine gewisse Rolle: In behaarten Achselhöhlen finden Bakterien mehr Oberfläche und bessere Bedingungen vor als auf glatter Haut.

Dadurch wird der Geruch stärker

Laut Experten siedeln sich in behaarten Achselhöhlen deutlich mehr Bakterien an. Dadurch kann sich auch der typische Schweißgeruch stärker entwickeln. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Achselhaare unhygienisch sind. Vielmehr kommt es auf die Pflege an. Wer seine Achseln regelmäßig reinigt, muss sich wegen der Behaarung grundsätzlich keine Sorgen machen.

Ist Rasieren also die bessere Lösung?

Aus hygienischer Sicht kann eine Rasur tatsächlich Vorteile haben. Weniger Haare bedeuten meist auch weniger bakterielle Besiedlung und dadurch oft weniger Geruchsbildung. Zudem lassen sich rasierte Achseln einfacher reinigen: Hautschuppen, Schweißreste und Rückstände von Deos können sich weniger leicht festsetzen.

Wie viel Schwitzen ist eigentlich normal?

Schwitzen ist zunächst einmal eine völlig natürliche Reaktion des Körpers. Es hilft dabei, die Körpertemperatur zu regulieren und Überhitzung zu verhindern. Problematisch wird es erst, wenn Menschen auch ohne körperliche Belastung oder hohe Temperaturen übermäßig stark schwitzen. Mediziner sprechen dann von Hyperhidrose: Typische Anzeichen sind tropfender Schweiß, ständig feuchte Kleidung oder Schweißbildung selbst in Ruhe oder bei Kälte.

So bleiben die Achseln im Sommer frisch

Ob mit oder ohne Achselhaare: Entscheidend ist die richtige Pflege. Experten empfehlen, die Achseln täglich mit einer milden Seife zu reinigen. Dadurch werden Schweißreste und Bakterien entfernt, bevor unangenehme Gerüche entstehen können.

Wichtig ist auch die richtige Anwendung von Deo. Es sollte möglichst auf sauberer und trockener Haut aufgetragen werden: Wer bereits stark schwitzt, sollte die Achseln vorher kurz waschen und gründlich abtrocknen.

Was bei starkem Schwitzen helfen kann

Für Menschen, die besonders stark schwitzen, reichen klassische Deos oft nicht aus. In solchen Fällen können Antitranspirantien helfen: Sie bekämpfen nicht nur Gerüche, sondern reduzieren auch die Schweißproduktion selbst.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.05.2026, 13:15
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