Wer einen Garten hat, kennt das Problem: Besonders im Mai und Juni scheint die Arbeit kein Ende zu nehmen. Rasen mähen, Unkraut zupfen, gießen, düngen – die Liste der Aufgaben ist lang. Doch es geht auch anders.
Ein pflegeleichter und gleichzeitig attraktiver Garten ist durchaus möglich. Schon kleine Anpassungen bei der Gestaltung, der Pflanzenauswahl und der Pflege können dafür sorgen, dass der Außenbereich dauerhaft frisch und farbenfroh bleibt.
Wie chip.de unter Berufung auf das US-amerikanische Magazin Homes and Gardens berichtet, reichen bei der richtigen Planung rund zehn Minuten Pflege pro Woche aus.
Der größte Zeitfaktor im Garten ist häufig der Rasen. Regelmäßiges Mähen, Kantenschneiden, Düngen und Vertikutieren fressen enorm viel Zeit. Wer pflegeleichter gärtnern will, kann statt reiner Rasenflächen einzelne Platten oder Wegelemente einsetzen. Das schafft nutzbare Flächen und reduziert den Aufwand deutlich.
Auch klassische Staudenbeete sind echte Zeitfresser: Verblühtes entfernen, teilen, mulchen und gießen kostet Energie. Besser: Einen Teil der Stauden durch pflegeleichtere Gehölze und Ziergräser ersetzen.
Einjährige Beetpflanzen sorgen zwar für Farbe, sind aber pflegeintensiv. An sonnigen Standorten bieten sich robuste Alternativen wie Sukkulenten, Lavendel oder Sedum an. Für schattigere Bereiche eignen sich Hostas und Farne perfekt.
Für ganzjährige Struktur sorgen immergrüne Sträucher wie Buchsbaum, Eibe oder blühende Arten wie Rosmarin und Ceanothus. Einige kommen ganz ohne Rückschnitt aus, andere brauchen nur einen leichten Formschnitt pro Jahr.
Selbstaussäende Arten wie Vergissmeinnicht, Mohn oder Fingerhut schließen Lücken selbstständig und schaffen ein natürliches Pflanzbild. Robuste Bodendecker wie Kriechthymian oder Frauenmantel halten Unkraut fern und sind nach der Etablierung fast pflegefrei.
Ein automatisches Tropfbewässerungssystem mit Zeitschaltuhr reduziert den Gießaufwand im Sommer drastisch. Kombiniert mit Langzeitdünger beim Bepflanzen ist die Versorgung über ein Jahr gesichert.