Vollkornbrot gilt als gesünder als Weißbrot – doch warum eigentlich? Neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefern jetzt handfeste Beweise dafür, dass der Griff zum Vollkorn tatsächlich einen großen Unterschied macht.
Eine Studie aus Dänemark untersuchte Erwachsene mit erhöhtem Risiko für das sogenannte metabolische Syndrom. Die Teilnehmer ernährten sich abwechselnd acht Wochen lang entweder vollkornreich oder mit raffinierten Weißmehlprodukten.
Die Ergebnisse waren eindeutig, wie "Womenshealth" berichtet: Die Vollkorn-Gruppe hatte deutlich niedrigere Spiegel der Entzündungsmarker Interleukin-6 (IL-6) und C-reaktivem Protein (CRP). Zusätzlich nahmen die Teilnehmer in der Vollkornphase an Gewicht ab.
Im Gegensatz zu Weißmehlprodukten enthält Vollkorn den gesamten Getreidekern – mit Kleie, Keimling und Mehlkörper. Das macht es reicher an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen.
Chronische stille Entzündungen verlaufen meist ohne offensichtliche Symptome. Trotzdem schädigen sie langfristig Gefäße, Organe und den Stoffwechsel. Wer regelmäßig Vollkorn isst, kann diese Entzündungswerte laut Studie senken.
In der Studie konsumierten die Teilnehmer durchschnittlich 179 Gramm Vollkorn pro Tag. Das entspricht etwa zwei bis drei Scheiben Vollkornbrot plus einer Portion Haferflocken oder Vollkornnudeln.
Beim Einkauf gilt: Nicht alles, was braun aussieht, ist automatisch Vollkorn. Auf der Zutatenliste sollte Vollkornmehl oder Vollkornschrot als erster Bestandteil stehen.
Ein Ballaststoffgehalt von mindestens 5 bis 6 Gramm pro 100 Gramm ist ein gutes Zeichen. Besonders empfehlenswert ist Roggen – in der Studie war diese Getreidesorte am wirksamsten.