Fast ein Jahr lang leiden diese Hausbewohner in Wien-Meidling unter einer besonders intensiven Geruchs-Belästigung. Helene W. meldet sich bei "Heute": "Seit letztem Sommer wird in einer Wohnung unter uns pausenlos gekifft!"
Der süßlich beißende Marihuana-Dampf breitet sich rasant im Gemeindebau nahe Schönbrunn aus. Einerseits über die Fenster, aber noch viel schlimmer: Auch über die hausinterne Belüftungsanlage. "Wir konnten nicht einmal mehr ins Klo oder Bad gehen, überall hat es stark danach gerochen", beschwert sich die dreifache Mama Helene W.
"Ich halte es nicht mehr aus!" wiederholt sie im Gespräch mit "Heute" und beschreibt: "Es ist eine ganze Familie, die den Gestank verursacht, die rauchen alle das Zeug." Laut Schilderungen weht nicht nur ein- oder zweimal pro Tag, sondern "im Stundentakt" der verhasste Cannabisrauch durch ihre Wohnung. Besonders leidet der Sohn von Helene W., er hat Asthma.
Nach zahlreichen Beschwerden habe Wiener Wohnen, so erzählt es die verärgerte Mieterin, die Lüftungsrohre ausgetauscht – das helfe allerdings nur bedingt: "Wenn die da unten Gas geben, riecht man es weiter bei uns."
Wiener Wohnen versuchte in dem Fall – neben den baulichen Maßnahmen – eine Lösung zu finden. "Bereits letztes Jahr gab es daher zur Konfliktbewältigung Unterstützung durch das Nachbarschaftsservice wohnpartner. Damals konnte der Fall erfolgreich abgeschlossen werden", heißt es.
Monate später nahmen die Beschwerde allerdings wieder zu, Wiener Wohnen betraute die Grätzlpolizei mit dem Fall, "in deren Verantwortungsbereich auch die Verfolgung von illegalem Drogenkonsum fallen würde." Noch stehe da eine Rückmeldung aus.
Im Notfall werde sich Helene W. wohl selbst bei der Polizei melden müssen. Doch sie sagt: "Bis jemand kommt, ist der Geruch doch längst verflogen."