Neue Vorschreibung

Wiener Wohnen hat jetzt Nachricht an alle Mieter

Wiener Wohnen verschickt derzeit die neuen Betriebskosten-Vorschreibungen an die Mieter für 2026 - sie gelten rückwirkend ab Jahresbeginn.
André Wilding
22.04.2026, 13:30
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Dieser Tage werden die Mieter von Wiener Wohnen über die Betriebskosten-Vorschreibungen für das Jahr 2026 informiert. Die neue Vorschreibung gilt rückwirkend ab 1.1.2026.

Betriebskosten und besondere Aufwendungen bilden jene Leistungen ab, die tatsächlich angefallen sind – etwa Wasser, Abwasser, Müll, Hausbetreuung, Versicherungen, Rauchfangkehrer, Schädlingsbekämpfung oder Entrümpelungen. Sie sind gesetzlich klar geregelte Durchlaufkosten und werden 1:1 weiterverrechnet, und zwar ohne Gewinnmarge. 2025 haben die Betriebskosten bei Wiener Wohnen im Durchschnitt 2,53 Euro/m2 betragen.

Basis für die Voraus-Berechnung der Betriebskosten 2026 bilden zum einen die abgerechneten Gesamtkosten aus dem Jahr 2025, zum anderen die zu erwartenden Kosten etwa für Wasser, Abwasser, Müll oder die Kosten für Hausbesorger und Hausbetreuung.

Erfreuliches Ergebnis

- Nur in sechs von rund 1.800 Wohnhausanlagen ist eine Erhöhung der Betriebskosten notwendig.

- In 150 Wohnhausanlagen sinken die Betriebskosten sogar.

Die Abrechnung anhand der tatsächlich angefallenen Kosten erfolgt im Folgejahr – und da kann es dann zu Gutschriften oder Nachforderungen kommen: Kommt es in einer Wohnhausanlage etwa vermehrt zu illegalen Sperrmüllablagerungen, belastet das die individuellen Betriebskosten einer Anlage – ein Umstand auf den Wiener Wohnen seine Mieter immer wieder mit Nachdruck hinweist.

Die Abrechnung der Betriebskosten und der besonderen Aufwendungen für 2025 erhalten die Mieter bis Ende Juni 2026. Im Durchschnitt haben die Betriebskosten bei Wiener Wohnen 2025 2,53 Euro/m2 betragen.

Betriebskostenentwicklung liegt unter allgemeiner Teuerung

Die Betriebskostenentwicklung liegt bei Wiener Wohnen deutlich unter der Inflationsentwicklung. 2020 – 2024 etwa stieg die Inflation um knapp 24 Prozent, die Betriebskosten stiegen im selben Zeitraum jedoch nur um rund sieben Prozent. Das heißt: Gerade in den Jahren mit hoher Teuerung haben sich die Betriebskosten bei Wiener Wohnen vergleichsweise moderat entwickelt.

Aber auch über die letzten 10 Jahre gerechnet lagen die Betriebskosten klar unter der Inflationsentwicklung: Während die Inflation seit zwischen 2015 und 2025 um 38,7 Prozent gestiegen sind, sind die Betriebskosten um 17,7 Prozent gestiegen.

Mieter können mitsteuern

Gerade bei Wasser/Abwasser und Müll haben es Mieter auch selbst in der Hand, Kosten zu reduzieren: weniger Wasserverbrauch und konsequente Mülltrennung senken langfristig die Abgaben und den Entsorgungsaufwand – und damit die Betriebskosten. Auch die Ablagerung von Sperrmüll und die in Folge notwendigen Entrümpelungen wirken sich negativ auf die Entwicklung der Betriebskosten aus. Darauf werden Mieter regelmäßig hingewiesen.

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