Aufregung in St. Marx

Neue Event-Arena – Bürgerinitiative ruft zu Protest auf

Nach der Räumung des Camps in St. Marx kocht der Ärger jetzt über: Die Initiative "St. Marx für Alle" ruft zur Demo gegen die geplante Eventhalle auf.
22.04.2026, 11:39
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Der Ärger um die Freifläche in St. Marx geht weiter. Die Stadt plant dort eine neue Eventhalle; Zwischennutzungsprojekte müssten weichen. Aktivisten hatten das Areal zuletzt besetzt. Nach der umstrittenen Räumung des Protest-Camps ruft die Bürger:inneninitiative "St. Marx für Alle" nun zur großen Protest-Demo auf. Am Donnerstag (23. April) um 16:30 Uhr soll sich der Unmut auf Wiens Straßen entladen.

"Jetzt reicht’s!"

Der Frust sitzt tief: Aus Sicht der Initiative wurden öffentliche Flächen geopfert, während die Bevölkerung außen vor bleibt. Besonders im Visier steht dabei der internationale Ticket-Riese "Eventim".

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Der Vorwurf: Der Konzern profitiere von der Verwertung öffentlicher Räume, während Anrainer:innen und Bürger:innen ausgeschlossen würden. Hintergrund ist das umstrittene Projekt "Wien Holding Arena", bei dem Eventim als zentraler Akteur genannt wird.

Boykott-Aufruf gegen Ticket-Giganten

Jetzt geht die Initiative einen Schritt weiter – und ruft offen zum Boykott auf. Konkret heißt das: Keine Tickets mehr über Ö-Ticket kaufen und Veranstaltungen im Einflussbereich von Eventim meiden. Die Aktivist:innen sehen darin ein legitimes Druckmittel, wenn Politik und Unternehmen Gesprächsangebote ignorieren.

Das fordern die Demonstrierenden

  • echte Mitbestimmung der Wiener Bevölkerung bei der Zukunft der St. Marxer Freifläche
  • volle Transparenz bei allen Planungs- und Entscheidungsprozessen

Auslöser: Abriss am 9. April

Die Demonstration ist eine direkte Reaktion auf den Abriss des Camps Anfang April. Laut Initiative habe es trotz mehrfacher Kontaktversuche mit Entscheidungsträgern keine ernsthaften Antworten gegeben.

red, Akt. 22.04.2026, 11:45, 22.04.2026, 11:39
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