Bei wundervollem Frühlingswetter nahm ein Ausflug auf der Wiener Donauinsel für zwei Familien am Samstagnachmittag plötzlich eine dramatische Wendung: Die Polizei rückte an und warf einen Mann, drei Frauen und zwei Kinder aus einem beliebten Insel-Imbiss – offenbar, weil die Kleinen im Gastgarten mit einem dunkelgrünen Schaumgummi-Ball gespielt hatten.
"Mein sechsjähriger Sohn ist völlig traumatisiert davon, dass uniformierte Beamte seinetwegen kommen mussten", schilderte die junge Mutter (33) gegenüber "Heute" , wie ihre ganze Gruppe aus dem Lokal geworfen wurde. "Die Beamten haben sich sogar bei uns entschuldigt, aber das Hausrecht erlaubt dem Besitzer, jeden eigentlich auch ohne Grund hinauszuwerfen", sagt sie bitter.
Die Polizei bestätigte gegenüber "Heute" einen "Vermittlungseinsatz" ohne strafrechtliche Konsequenz vor Ort. Der betreffende Wirt bekam im Gespräch mit "Heute" den nächsten Wutanfall: "Des is euch an Zeitungsbericht wert?", schnaubte er und schilderte die Situation so: "Mei Gastgort’n is hoit ka Spüplotz!"
Weil der Vater des einen Kindes –"a arroganter Italiener" – ihm gegenüber "goschat" gewesen sei und auf Aufforderung das Imbiss-Lokal nicht verlassen wollte, habe er eben die Reißleine ziehen und den Notruf wählen müssen.
"Gäste" hätten sich über die spielenden Buben beschwert, der Ball sei "fast auf einem Teller gelandet", so der generell eher als grantig und eher weniger gastfreundlich beschriebene Gastronom. "Keiner hat sich beschwert, außer er selbst", so die betroffene Mutter, deren Sohn "völlig verschreckt" sei. Beim nächsten Ausflug auf die Donauinsel macht sie wohl einen großen Bogen um den Imbiss.