ÖVP schießt gegen Rot-Pink

"Symbol für Missmanagement": Polit-Zoff um Event Arena

Die Wiener Event Arena verzögert sich weiter - zwischen ÖVP und SPÖ ist ein Streit um Kosten, Zeitplan und fehlende Transparenz entbrannt.
Christoph Weichsler
03.04.2026, 21:10
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Das Projekt zieht sich seit Jahren – und sorgt jetzt für den nächsten heftigen Polit-Streit im Rathaus. Die Wiener Event Arena, einst als großes Vorzeigeprojekt angekündigt, wird immer mehr zum Symbol für Verzögerungen bei Großvorhaben in der Stadt. Zwei Jahre nach dem geplanten Starttermin ist man noch immer nicht über die Vorbereitungsphase hinausgekommen – für viele erinnert das bereits an andere Projekte, die sich endlos hingezogen haben.

Für die Wiener Volkspartei ist damit eine rote Linie überschritten. Parteichef Markus Figl rechnet scharf mit der Stadtregierung aus SPÖ und Neos ab und spricht von einem Muster: große Ankündigungen, aber kaum Fortschritt. Die Arena stehe sinnbildlich für genau dieses Problem – und werde damit zunehmend auch politisch brisant.

"Stillstand statt Fortschritt"

Besonders ins Gewicht fällt für die ÖVP die fehlende Offenheit. Figl fordert umfassende Aufklärung darüber, wo das Projekt tatsächlich steht, wie der weitere Zeitplan aussieht und mit welchen Kosten die Stadt am Ende rechnen muss. Gerade bei einem Vorhaben dieser Größenordnung dürfe es keine Unklarheiten geben. "Die Wiener haben ein Recht auf Antworten", stellt er klar und erhöht damit den Druck auf die Stadtregierung deutlich.

Auch inhaltlich legt die ÖVP nach: Durch die jahrelangen Verzögerungen seien Chancen verspielt worden. Internationale Großevents wie der Eurovision Song Contest hätten längst in einer modernen Arena stattfinden können. Stattdessen müsse Wien weiter zuschauen, während das Projekt nicht vom Fleck kommt.

SPÖ bleibt zurückhaltend

Von der Stadt kommt dazu weiterhin nur wenig Konkretes. Aus dem Büro von Finanzstadträtin Barbara Novak heißt es auf "Heute"-Anfrage, man befinde sich gemeinsam mit Partner CTS Eventim noch in der Projektvorbereitung, zudem liefen Verhandlungen. Deshalb könne man aktuell keine Details bekanntgeben.

Bei Großprojekten dieser Dimension ist eine solche Zurückhaltung problematisch. Gerade weil es um viel Steuergeld geht, wird Transparenz zur zentralen Frage. Bleiben konkrete Angaben zu Fortschritt, Zeitplan und Kosten aus, wächst der Druck auf die Stadtregierung automatisch.

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