Grüne Wien empört

"Kniefall vor Betonlobby" – Wirbel um Lobau-Autobahn

Trotz offener Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs rollen bereits die Bagger für die umstrittene Lobau-Autobahn. Die Grünen schlagen Alarm.
Wien Heute
02.04.2026, 07:48
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Obwohl eine entscheidende Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof noch aussteht, sind bereits erste Arbeiten für die umstrittene Lobauautobahn angelaufen. Konkret wurde bekannt, dass vorbereitende Maßnahmen im Freilandabschnitt zwischen Groß Enzersdorf und Süßenbrunn gestartet wurden.

Scharfe Kritik kommt von den Grünen Wien. "Verkehrsminister Hanke und die Asfinag schaffen jetzt Tatsachen, obwohl der Europäische Gerichtshof noch gar kein grünes Licht gegeben hat – es muss noch entschieden werden, ob es eine strategische Umweltprüfung braucht", so die Mobilitätssprecher der Grünen Wien, Heidi Sequenz und Kilian Stark.

Mehr Lärm und Abgase befürchtet

Für die Oppositionspolitiker ist klar: Hier wird mit hohem Risiko agiert. "Damit wird viel Geld verpulvert mit ungewissem Ausgang – denn der Bau könnte rechtswidrig sein", so Sequenz und Stark.

Ein weiterer Vorwurf: Neue Straßen würden noch mehr Verkehr anziehen. Pendler aus dem Marchfeld könnten wieder verstärkt aufs Auto umsteigen – mit den bekannten Folgen: mehr Staus, mehr Lärm, mehr Abgase.

"Sinnloses Millionengrab"

Auch wirtschaftlich sehen die Grünen Risiken. Entlang der geplanten Strecke könnten Einkaufszentren und Gewerbeparks entstehen, die Kaufkraft aus Wien abziehen und so die lokale Wirtschaft schwächen.

Die Kritik gipfelt in einem deutlichen Schlusswort: "Die Lobauautobahn ist ein Kniefall vor der Betonlobby, ein Rückschlag für Umwelt- und Klimaschutz und ein sinnloses Milliardengrab, das wir uns gerade in Zeiten von knappen Budgets einfach nicht leisten können", so Sequenz und Stark abschließend.

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