Im Prinzip ist es schon richtig: Mit Deo lässt sich Schweißgeruch gut in den Griff bekommen. Aber das funktioniert nur, wenn du weißt, wie du dein Deodorant oder Antitranspirant richtig verwendest. Die Anwendung wirkt zwar einfach, aber kleine Fehler schleichen sich schnell ein – und die machen sich dann leider oft mit unangenehmem Geruch bemerkbar.
Dr. med. Malte Schmelter, Dermatologe in der Skinmed Klinik Lenzburg, erklärte gegenüber "20 Minuten": "Es gibt einige Daten dazu, dass das Auftragen des Deos nachts vor dem Schlafengehen zu einer besseren Wirkung führt." Wer besonders viel schwitzt, sollte laut dem Experten am besten morgens und abends zum Mittel gegen Schweiß greifen.
Damit der erste Tipp auch wirklich funktioniert, musst du vor dem Auftragen ganz sicher trocken sein. Dr. Schmelter: "Auf der noch nassen Achsel wird viel Produkt einfach wieder abgespült – ein so stark verdünntes Deo wirkt nicht mehr gut."
Deo macht vor allem unter den Achseln Sinn – am Rücken, im Gesicht oder sonst wo am Körper kannst du dir das Auftragen eigentlich sparen. Der unangenehme Schweißgeruch entsteht nämlich nur durch einen Bruchteil der zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen, die über deinen Körper verteilt sind.
Die meisten dieser Drüsen sind sogenannte ekkrine Schweißdrüsen. Sie produzieren eine klare, geruchlose Flüssigkeit, die rasch verdunstet. Die apokrinen Drüsen, die unter den Achseln und im Intimbereich liegen, sorgen für dickflüssigeren Schweiß. Sobald er mit Bakterien auf deiner Haut in Kontakt kommt, beginnt es zu riechen.
Wenn Schweiß erst einmal da ist, kannst du nicht mehr viel machen. Unter den Achseln bauen Bakterien die Schweißtröpfchen aus den apokrinen Drüsen ab und sorgen für den typischen Geruch. Nach dem Sport etwa hilft ein Deo nicht mehr wirklich – da musst du vorher aktiv werden.
Nicht jedes Mittel gegen Schweißgeruch funktioniert gleich. Überlege dir, ob du nur den Geruch loswerden willst oder ob dich auch nasse Flecken stören: Antitranspirants verengen mit Aluminiumsalzen die Schweißdrüsen und verringern so die Schweißbildung. Viele davon sind zusätzlich parfümiert oder enthalten Alkohol, um Gerüche zu überdecken. Deodorants wiederum haben ihren Namen aus dem Lateinischen. Es heißt übersetzt so viel wie "Entriecher". Sie wirken nicht gegen das Schwitzen selbst, sondern nur gegen den unangenehmen Geruch – vor allem mit Alkohol, der das Wachstum der geruchsbildenden Bakterien hemmt.
Wenn dir diese Tipps nicht helfen und du unter sehr starkem oder dauerhaftem Geruch leidest, solltest du unbedingt eine Arztpraxis aufsuchen.