Die Asiatische Hornisse breitet sich immer weiter aus. Und gerade jetzt ist der entscheidende Zeitpunkt, um ihre Nester noch einfach zu entdecken und zu entfernen.
Nach Angaben von Experten sind die ersten Nester nur bis Ende Mai gut erreichbar. Diese sogenannten Primärnester sind meist klein (etwa tennisballgroß) und beige bis braun gefärbt. Sie finden sich unter Dächern, in Sträuchern oder an geschützten Stellen.
Wie chip.de unter Berufung auf SWR berichtet, warnt die Karlsruher Bürgerinitiative "Stoppt die Asiatische Hornisse" genau deshalb: Wer jetzt ein solches Primärnest entdeckt, sollte schnell handeln, bevor daraus im Sommer ein großes Volk wird.
Im Primärnest sitzt zunächst meist nur die Königin. Sie zieht dort die ersten Arbeiterinnen heran, die später das große Sommernest bauen. Daraus können Völker mit bis zu 5.000 Tieren entstehen. Die später entstehenden Sekundärnester hängen oft hoch in Bäumen und können bis zu einem Meter groß werden.
Fundorte der kleinen Nester waren bereits Schuppen, Vogelnistkästen, Kugelgrills oder sogar zusammengeklappte Sonnenschirme. Gemeinsam ist ihnen: Die Nester sind jetzt noch nicht hoch oben, sondern sichtbar und erreichbar.
Wichtig ist, die Asiatische Hornisse nicht mit der heimischen Europäischen Hornisse zu verwechseln. Diese ist geschützt und darf nicht bekämpft werden. Die invasive Art ist dunkler und hat gelbe Beinenden.
Bei Verdacht sollte zunächst ein Foto an Fachstellen geschickt werden. Das Umweltbundesamt rät: Wegen der Verwechslungsgefahr und möglicher Nestverteidigung sollten Maßnahmen nur durch sachkundige Personen erfolgen.
Ein einziges Hornissen-Volk kann pro Jahr über zehn Kilogramm Insekten fressen - vor allem Bienen. Fachleute gehen nicht mehr davon aus, dass die Ausbreitung komplett gestoppt werden kann. Sie soll aber zumindest verlangsamt werden.