Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) hat sich in Deutschland massiv ausgebreitet. Im Bundesland Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2024 mehr als 700 Nester gezählt - fast doppelt so viele wie im Jahr davor. Zum Vergleich: 2021 waren es in dem Bundesland gerade einmal sechs Nester.
Das Bundesumweltministerium hat die invasive Art mittlerweile als "weit verbreitet" eingestuft. Damit sind die Naturschutzbehörden nicht mehr zur Beseitigung aller Nester verpflichtet. Die Begründung: Eine Ausbreitung sei trotz aufwendiger Maßnahmen nicht aufhaltbar.
Wie der Spiegel unter Berufung auf eine Antwort des Umweltministeriums in Mainz auf eine Landtagsanfrage berichtet, wächst die Population der Asiatischen Hornisse exponentiell. Eine flächendeckende Beseitigung von Nestern sei nicht umsetzbar und mit hohen Kosten verbunden.
Die aggressiven Hornissen sind vor allem für Imker ein Problem: Sie lauern Honigbienen an deren Stock auf und töten sie im Flug. Auch in Nordrhein-Westfalen nimmt die Zahl der Sichtungen stark zu.
Von der heimischen Hornisse ist die asiatische Variante leicht zu unterscheiden: Sie ist mit rund zwei Zentimetern Körperlänge etwas kleiner, hat einen dunklen Körper, eine schwarze Brust und auffällige gelbe Füße.
Wichtig für alle, die sich Sorgen machen: Bei der Vespa velutina handelt es sich nicht um die gefährliche Asiatische Riesenhornisse. Diese kommt in Europa nicht vor. Die Asiatische Hornisse ist laut Naturschutzbund (Nabu) für Menschen nicht gefährlicher als heimische Hornissen.
Ihre Gründungsnester baut die Hornisse gerne in Schuppen oder Rollladenkästen. Im Hochsommer zieht der Staat dann um und errichtet sein sogenanntes Sekundärnest hoch oben in Baumwipfeln. Oft werden diese Nester erst bemerkt, wenn die Bäume im Herbst kahler werden.