An alle Gartenbesitzer

Vorsicht! Darum solltest du den Rasen noch NICHT mähen

Im Frühling beginnt für viele Insekten die wichtigste Zeit des Jahres. Häufiges Rasenmähen kann ihnen dabei allerdings schaden.
Heute Life
23.05.2026, 15:04
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Kaum steigen die Temperaturen, holen viele Gartenbesitzer wieder den Rasenmäher aus der Garage. Schließlich soll der Garten ordentlich aussehen – kurz geschnitten, sauber und gepflegt. Doch genau im Mai könnte häufiges Mähen zum Problem werden. Denn während Menschen sich über sattes Grün freuen, beginnt für Bienen, Schmetterlinge und viele andere Tiere gerade die wichtigste Zeit des Jahres.

Warum ein gemähter Rasen problematisch ist

Im Mai wachsen nicht nur Gräser besonders schnell, sondern auch viele Wildpflanzen und kleine Blüten. Löwenzahn, Klee oder Gänseblümchen gelten dabei als wichtige Nahrungsquellen für Insekten. Wer den Rasen ständig kurz hält, entfernt allerdings genau diese ersten Blüten oft schon nach wenigen Tagen. Für Wildbienen und andere Bestäuber wird es dadurch deutlich schwieriger, ausreichend Nahrung zu finden.

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Besonders problematisch: Viele Wildbienenarten legen nur kurze Strecken zurück. Fehlen in der direkten Umgebung Blüten, finden sie oft kaum Futter.

Ein bisschen "wilder" hilft der Natur

Was für manche nach ungepflegtem Garten aussieht, ist für Tiere oft ein wertvoller Lebensraum. Höheres Gras schützt Insekten vor Hitze, bietet Rückzugsorte und hilft gleichzeitig kleinen Tieren wie Käfern oder Igeln.

Naturschützer empfehlen deshalb, zumindest einzelne Bereiche im Garten länger wachsen zu lassen. Schon kleine wilde Ecken oder ungemähte Randstreifen können einen großen Unterschied machen. Außerdem locken blühende Flächen deutlich mehr Schmetterlinge, Bienen und andere Tiere in den Garten.

Auch der Rasen profitiert davon

Nicht nur die Natur profitiert von längeren Mähpausen. Auch für den Rasen selbst kann es besser sein, nicht ständig extrem kurz geschnitten zu werden. Eine zu kurze Wiese trocknet bei Wärme schneller aus und wird anfälliger für braune Stellen oder Verbrennungen durch die Sonne. Etwas längeres Gras speichert Feuchtigkeit dagegen deutlich besser und bleibt oft widerstandsfähiger.

Experten betonen allerdings auch: Niemand muss den gesamten Garten monatelang wachsen lassen. Oft reicht es bereits, seltener zu mähen oder bewusst kleine Bereiche auszusparen. Beliebt sind etwa Blühinseln, wilde Ecken hinter Sträuchern oder höhere Randbereiche entlang von Zäunen. Wege und häufig genutzte Flächen können natürlich weiterhin gepflegt werden.

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