Kaum wird es draußen wärmer, beginnt für viele Menschen wieder dieselbe unangenehme Sorge: Zecken. Die kleinen Blutsauger lauern längst nicht mehr nur tief im Wald, sondern mittlerweile auch in Parks, auf Spielplätzen oder direkt im eigenen Garten. Durch die zunehmend milden Winter und steigenden Temperaturen sind Zecken oft fast das ganze Jahr über aktiv.
Ein Mythos hält sich bis heute hartnäckig: Zecken würden sich von Bäumen fallen lassen. Tatsächlich stimmt das nicht. Die kleinen Spinnentiere sitzen meist im hohen Gras, in Sträuchern oder im Unterholz und warten dort auf vorbeikommende Menschen oder Tiere.
Besonders wohl fühlen sich Zecken an feuchten, schattigen Orten: Sie tauchen nicht nur im Wald auf, sondern auch in naturnahen Gärten oder dicht bewachsenen Grünflächen mitten in der Stadt. Bestimmte Pflanzen könnten dabei helfen, Zecken auf natürliche Weise aus dem Garten fernzuhalten.
Neben bestimmten Pflanzen spielt auch die Gartengestaltung eine wichtige Rolle. Experten empfehlen, Gras regelmäßig zu mähen und stark verwilderte Bereiche möglichst klein zu halten. Auch feuchtes Laub, dichtes Unterholz oder ungenutzte Holzecken gelten als beliebte Rückzugsorte für Zecken. Gleichzeitig warnen Naturschützer allerdings davor, den Garten komplett "steril" zu machen.
Denn Igel, Mäuse oder viele Insekten brauchen genau solche natürlichen Rückzugsorte zum Überleben. Entscheidend sei deshalb vor allem eine gute Balance zwischen Zeckenschutz und einem lebendigen, tierfreundlichen Garten.