Pestizid-Alarm im Supermarkt

Olivenöl-Test: Nur zwei von 30 sind gut

Pestizide, Mineralöl und Weichmacher: Ein neuer Test von 30 Olivenölen zeigt massive Mängel. Nur zwei Produkte schneiden mit "sehr gut" ab.
Technik Heute
16.05.2026, 20:21
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Wer beim Einkauf zur Olivenölflasche greift, zahlt oft bis zu 20 Euro pro Liter. Bei solchen Preisen erwartet man hohe Qualität - besonders wenn das Öl das Gütesiegel "nativ extra" trägt. Doch ein aktueller Test zeigt: Teures Olivenöl ist keine Garantie für Qualität.

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Die Testergebnisse sind ernüchternd: Von 30 geprüften Olivenölen erhielten nur zwei die Bestnote "sehr gut". Sieben Produkte fielen mit "mangelhaft" durch, weitere sechs bekamen nur ein "ausreichend". Die Testsieger sind das Bio Natives Olivenöl extra von Aldi und das Rapunzel Olivenöl nativ extra aus Italien.

Wie chip.de unter Berufung auf ÖKO-TEST (Ausgabe 05/2026) berichtet, wurden in fast allen Produkten Pestizidrückstände nachgewiesen. Besonders negativ fiel das Bellasan Natives Olivenöl extra von Aldi auf - darin fand das Labor Spuren von sechs verschiedenen Pflanzenschutzmitteln.

Mineralöl in allen 30 Produkten

Noch beunruhigender: Keines der getesteten Olivenöle ist frei von Mineralölbestandteilen. In allen 30 Produkten wurden gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) nachgewiesen. Diese Stoffe können sich im Fettgewebe und in Organen anreichern. In vier Olivenölen fanden die Prüfer sogar aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) in bedenklichen Mengen.

"Das ist neu und hat uns komplett überrascht", sagt Öko-Test-Lebensmittelchemikerin Lisa-Marie Karl zu den hohen Pestizidbelastungen. So massive Mehrfachbelastungen seien in einem Olivenöl-Test seit Jahren nicht mehr festgestellt worden.

Auch Bio-Öle betroffen

Selbst Bio-Produkte sind nicht frei von Problemen: In vier Bio-Ölen wurden Pestizidspuren gefunden. Zusätzlich kritisiert ÖKO-TEST den Weichmacher Dibutylphthalat in einigen Bio-Ölen. Dieser Stoff gilt als fortpflanzungsgefährdend.

Auch sensorisch enttäuschten viele Produkte: Sieben Öle hätten laut den Experten gar nicht als "nativ extra" verkauft werden dürfen. Die Prüfer nahmen Fehlnoten wie "ranzig", "stichig" oder "schlammig" wahr.

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