Olivenöl gilt als gesund und verfeinert viele Gerichte. Doch was steckt wirklich in den Flaschen aus dem Supermarkt? Das deutsche Verbrauchermagazin Öko-Test hat 30 Olivenöle der höchsten Güteklasse "nativ extra" ins Labor geschickt – 18 davon mit Bio-Siegel. Das Ergebnis ist alarmierend.
In jedem getesteten Öl fanden sich mindestens Spuren von gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH). Diese Verbindungen reichern sich im menschlichen Körper an – mit noch ungeklärten Folgen. Noch bedenklicher: In vier Ölen wurde das potenziell krebserregende MOAH in hohen Mengen nachgewiesen.
Wie utopia.de berichtet, fielen sieben der 30 Olivenöle mit "mangelhaft" durch den Test. Darunter befinden sich auch bekannte Marken wie La Selva und Rewe Bio. Norma zieht sein Produkt "Belluccino Natives Olivenöl extra" sogar komplett aus dem Verkauf.
Sieben Olivenöle hätten laut den Testern gar nicht als "nativ extra" verkauft werden dürfen. Bei der Sensorikprüfung nahmen die Experten "ranzige", "stichige" und "schlammige" Geruchs- und Geschmacksnoten wahr. Das betraf auch das hochpreisige La Selva Olivenöl.
Neben Mineralöl fanden sich in nahezu allen konventionellen Produkten und in vier Bio-Ölen Rückstände mehrerer Pestizide. Die Verbraucherschützer bewerten solche Mehrfachbelastungen besonders kritisch, da mögliche Wechselwirkungen im Körper noch nicht erforscht sind.
Es gibt aber auch gute Nachrichten: Zwei Bio-Olivenöle erhielten die Bestnote "sehr gut" und sechs weitere wurden mit "gut" bewertet. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte also zu zertifizierter Bio-Ware greifen.