Pestizide

Warum österreichische Erdbeeren die gesündesten sind

Heimische Erdbeeren überzeugen mit Qualität und nachhaltigem Anbau. Innovative Methoden sorgen für weniger Pestizide und gesunde Ernten.
Heute Life
29.04.2026, 13:21
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Mit dem Start der Erdbeersaison in Österreich steigt die Vorfreude auf die frischen, rot glänzenden Früchte. Besonders erfreulich: Die Ernte aus Österreich ist jetzt im Handel erhältlich. "Heimische Erdbeeren haben Topqualität und werden großteils nachhaltig und klimafreundlich produziert. Das ist das Ergebnis einer jahrelangen Partnerschaft mit der Landwirtschaft und Billa. Gemeinsam reduzieren wir chemische Pestizide Schritt für Schritt – für eine saubere Umwelt und gesunde Lebensmittel", freut sich Kurt Stockinger, Agrartechniker bei der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Schädliche Spritzmittel

Stockinger setzt sich gemeinsam mit sieben weiteren Expertinnen und Experten im Pestizid-Reduktions-Programm von GLOBAL 2000 seit über 20 Jahren für hochwertiges Obst und Gemüse mit möglichst geringem Einsatz von chemischen Pestiziden ein. Besonders beim Mehltau-Pilz, einem der größten Probleme für Erdbeerkulturen, wurde früher viel mehr gespritzt – oft mit Mitteln, die hormonell wirken und gesundheitsschädlich sein könnten, auch für die Bauern und Pflücker.

GLOBAL 2000 macht schon seit Jahren auf die Gefahren vieler Mittel aufmerksam und schafft so Bewusstsein für Alternativen. Heute setzt man auf robuste Sorten, strenge Hygiene, eine gute Belüftung und genaues Monitoring, um Pilzbefall zu verhindern. Gegen Schädlinge helfen Nützlinge wie Raubmilben oder Marienkäfer.

Österreichs Erdbeeren schneiden deutlich besser ab

Die heimischen Erdbeerbauern haben es nicht leicht. Klimakrise, hohe Energiekosten und steigende Löhne machen die Produktion teurer. Mit vielen verschiedenen Strategien schaffen sie es aber, auch im internationalen Vergleich mitzuhalten. Stockinger erklärt: "Die eigene Stromversorgung und Wärmepumpen senken die Energiekosten und machen unabhängig. Eine kluge Fruchtfolge macht den Boden gesünder, und unterschiedliche Standorte und Höhenlagen sorgen für stabile Ernten." Die Erdbeeren wachsen sowohl im Glashaus als auch im Folientunnel und im Freiland. In Niederösterreich startet demnächst sogar ein Pilotversuch mit einem Roboter, der mit UV-Licht Pilzsporen bekämpft.

Bei den regelmäßigen Kontrollen von GLOBAL 2000 schneiden die heimischen Erdbeeren im Vergleich zur Importware bei Pestizideinsatz und Rückständen deutlich besser ab. Davon profitieren nicht nur wir Menschen, sondern auch die Artenvielfalt.

Pestizid-Reduktions-Programm (PRP)

Das Pestizid-Reduktions-Programm (PRP) von GLOBAL 2000 arbeitet eng mit den heimischen Bäuerinnen und Bauern sowie mit dem Handelsunternehmen REWE zusammen, um den Einsatz von Pestiziden weiter zu senken. Das PRP-Team kontrolliert weltweit Obst- und Gemüsesorten und prüft, ob die strengen Richtlinien eingehalten werden. In den letzten 20 Jahren haben mehr als 90 Prozent der Proben die strengen Kriterien erfüllt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 29.04.2026, 15:34, 29.04.2026, 13:21
Jetzt E-Paper lesen