Rekord-Investitionen

Billa, Penny & Co: Das ändert sich jetzt beim Einkauf

Die Billa-Mutter Rewe investiert bis Ende 2027 in Österreich gut 1,5 Milliarden Euro, so viel wie noch nie. Was das für Kunden bedeutet – die Details.
Team Wirtschaft
23.04.2026, 12:41
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Wer heute bei Billa, Billa Plus, Penny oder Bipa an der Kasse steht, merkt: Alles wird moderner. Die Rewe Group Österreich, zu der diese Marken gehören, hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 2,2 Prozent auf 11,36 Milliarden gesteigert – und plant jetzt den nächsten großen Wurf für Österreich. Was das für dich beim Einkauf bedeutet, hier die Details.

Größte Investitionsoffensive in der Firmengeschichte

Die Rewe-Gruppe steckt bis Ende 2027 insgesamt 1,5 Milliarden Euro in den Standort Österreich. Das ist die größte Investitionsoffensive in der Unternehmensgeschichte. Allein im Vorjahr flossen 300 Millionen, heuer sollen es weitere 350 Millionen sein.

2025 war auch, so die Rewe-Gruppe in einer Aussendung, ein Jahr, in dem der Startschuss für ein besonders wichtiges Zukunftsprojekt fiel – nämlich für das neue automatisierte Logistikzentrum ALPHA in Wiener Neudorf. Mit 600 Millionen Euro ist es die bisher größte Einzelinvestition, soll einen „entscheidenden Schritt für die Versorgungssicherheit darstellen".

21 Unimarkt-Filialen werden fortgeführt – als Billa, Penny, Adeg

Eine weitere Stärkung für den Standort – und für Rewe – stellt die Übernahme von 21 Standorten der Unimarkt-Gruppe dar. Die werden als Adeg-, Billa- oder Penny-Märkte weitergeführt, damit vor allem Kunden am Land nicht vor verschlossenen Türen stehen.

"2025 war ein Jahr der Erneuerung", zieht Rewe-Vorstand Marcel Haraszti Bilanz. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen – Stichwort anhaltend hohe Inflation – habe man die Position festigen und wichtige Zukunftsprojekte realisieren können.

Als wichtigste Rewe-Tochter konnte Billa 2025 mit rund 1,9 Millionen Kunden täglich den Umsatz um 1,4 Prozent steigern. Mittlerweile wurden – ebenfalls Teil der Strategie –40 Filialen an unabhängige Kaufleute abgetreten. Bis 2030 sollen es 200 werden.

Details zu den Investitionen: Allein in die Modernisierung sollen 850 Millionen Euro fließen.
Rewe Group / Heute.at

Plus bei Tierwohl, Bio und Vegan-Angeboten

Ein weiterer Mehrwert für Kunden: Seit Jahren kommt bei Billa jedes Stück Frischfleisch zu 100 Prozent aus Österreich. Weiter gesteigert werden soll der Tierwohl-Anteil. Der liegt aktuell bei Frischfleisch bereits bei mehr als 50 Prozent.

Hoch – und weiter steigend – ist der Bio-Anteil in den einzelnen Warengruppen. Bei Brot- und Gebäck hat er mittlerweile die 50-Prozent-Marke überschritten. Bei Frischmilch sind es mehr als 30 Prozent, bei Gemüse immerhin 29 Prozent.

Generell seien, so Rewe, die Bio-Umsätze bei Billa 2025 mehr als drei Mal so stark gestiegen wie im konventionellen Bereich. Steil nach oben geht’s daneben bei rein pflanzenbasierten Produkten, von denen es bei Billa Plus bereits mehr als 7.000 gibt.

Moderner, schöner, mehr Frische bei Penny

Wer gerne bei Penny kauft, darf sich auf eine große Verwandlung freuen – Rewe verspricht sogar die bisher "größte Filialmodernisierung". In den nächsten drei Jahren werden rund 90 Millionen Euro investiert, um die Märkte schöner und moderner zu machen.

Der Fokus liegt dabei klar auf Frische – mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Fleischsortiment. Dafür sollen eigene Fleischhauer in 237 Filialen sorgen. Hinzu kommt ein erweitertes Angebot bei Obst und Gemüse sowie bei Brot und Gebäck.

Unterm Strich konnte Penny im Vorjahr die Umsätze in Österreich stabil halten – nach "zwei außergewöhnlich erfolgreichen Jahren" mit insgesamt 14,5 Prozent Wachstum.

Bipa geht in Rumänien an den Start

Auch bei Bipa tut sich was. Während das Drogerie-Geschäft in Österreich mit +2,3 Prozent stabil bleibt, zieht es Bipa jetzt in die Ferne: In der rumänischen Hauptstadt Bukarest wurde eben die erste Filiale eröffnet. Mit 2026 sollen jährlich 20 bis 25 weitere folgen.

Ein wichtiger Punkt bleibt zudem die Weiterentwicklung von Eigenmarken wie bi good und Babywell, die teils sogar in Österreich hergestellt werden. Die werden nicht nur hierzulande vertrieben, sondern in allen Rewe-Ländern, darunter Deutschland.

Kräftiges Lebenszeichen aus der Touristik-Sparte

Um 11,6 Prozent nach oben ging’s 2025 beim Rewe-Touristiker Dertour Austria. Der erwirtschaftete in Österreich zuletzt 326 Millionen. Hier habe sich die Nachfrage laut Rewe vor allem auf die klassischen Mittelmeerziele wie Griechenland, die Türkei, Spanien und Ägypten konzentriert. Hits bei den Fernzielen waren demnach Malediven, Mauritius und Thailand.

International wurden sogar 25 Milliarden erwirtschaftet

Was Rewe auch ausweist. Die gesamte Gruppe – also inklusive internationalem Geschäft von Billa und Penny in acht Auslandsmärkten – hat im vergangenen Jahr mit seinen rund 97.000 Mitarbeitern gut 24,9 Milliarden Euro Umsatz (brutto) erwirtschaftet, ein Plus von 4,7 Prozent. Damit bleibe man, so Rewe, "der größte Händler mit Sitz in Österreich".

{title && {title} } tmw, {title && {title} } Akt. 23.04.2026, 13:15, 23.04.2026, 12:41
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