Großer Supermarkt-Check

Backboxen-Test verrät: So gut ist dein Gebäck wirklich

Du greifst regelmäßig zu Brot, Snacks und Mehlspeisen aus der Backbox? Ein neuer Greenpeace-Check zeigt jetzt, warum sich ein genauer Blick lohnt.
Team Wirtschaft
23.03.2026, 10:35
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Du greifst im Supermarkt schnell zur Pizzaschnecke oder Apfeltasche? Genau dort sieht es laut einem aktuellen Marktcheck von Greenpeace schlecht aus. Während Brot und Gebäck in den Backboxen noch vergleichsweise oft in Bio-Qualität angeboten werden, schneiden Snacks und süße Mehlspeisen deutlich schlechter ab.

Mehr als 80 Prozent der Backwaren werden in Österreich im Supermarkt gekauft, viele davon direkt aus den Backboxen. Die Produkte kommen oft als tiefgekühlte Teiglinge in die Filialen und werden erst dort fertig gebacken. Greenpeace hat dieses Angebot genauer untersucht – mit einem eher ernüchternden Ergebnis.

Bio bei pikanten Snacks Seltenheit

Im Schnitt liegt der Bio-Anteil bei rund 20 Prozent. Doch dieser Wert wird vor allem durch klassische Produkte wie Brot und Gebäck erreicht. Bei pikanten Snacks liegt der Bio-Anteil nur bei etwa zehn Prozent. Noch drastischer ist die Lage bei süßen Mehlspeisen: Hier fand Greenpeace kein einziges Bio-Produkt.

Nur zwei Prozent der süßen Backwaren rein pflanzlich

Auch bei den Zutaten zeigen sich große Unterschiede. Während bei Brot und Semmeln über 80 Prozent rein pflanzlich sind, enthalten fast alle Snacks und Mehlspeisen tierische Bestandteile. Nur rund zwei Prozent der süßen Backwaren kommen ohne Milch oder Ei aus.

Snacks und süße Produkte oft Importware

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Herkunft der Zutaten. Brot stammt meist aus Österreich, bei Snacks und süßen Produkten wird hingegen oft importierter Teig verwendet. Das Mehl kommt bei Pizzaschnecken, Apfeltaschen und ähnlichen Produkten nur zu etwa 40 Prozent aus Österreich – obwohl laut Greenpeace genug heimischer Weizen vorhanden wäre.

Keine Bio-Option bei beliebten Mehlspeisen

Gundi Schachl, Leiterin des Greenpeace-Marktchecks, kritisiert, dass viele Konsumentinnen und Konsumenten davon ausgehen, auch bei schnellen Snacks hochwertige und regionale Zutaten zu bekommen. Gerade dort werde dieses Vertrauen jedoch oft enttäuscht.

Sie sieht es als verpasste Chance, dass es bei beliebten Mehlspeisen wie Apfeltaschen oder Schokocroissants derzeit keine Bio-Optionen gibt, und fordert vom Handel mehr Bio-Angebot sowie stärker auf heimische Zutaten zu setzen.

Billa Plus schneidet am besten ab

Im Vergleich der Supermärkte schneidet Billa Plus am besten ab. Laut der Bewertung erreicht der Anbieter 78 Prozent und liegt damit auf Platz eins. Dahinter folgen MPreis mit 71 Prozent und Hofer mit 69,5 Prozent. Penny kommt auf 64,25 Prozent, Lidl auf 63,5 Prozent und Billa auf 61,25 Prozent. Alle getesteten Anbieter wurden insgesamt mit "Gut" bewertet.

Lob für Kennzeichnung rein pflanzlicher Produkte

Positiv hebt Greenpeace hervor, dass Billa und Billa Plus seit Februar rein pflanzliche Produkte klar kennzeichnen. Das soll Konsumenten die Orientierung erleichtern.

Fazit: Beim schnellen Griff in die Backbox bekommst du Bio derzeit fast nur beim Brot – bei Snacks und Süßem gibt’s hingegen noch viel Luft nach oben.

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 23.03.2026, 10:35
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