Die Sonne lacht, doch für die Landwirtschaft ist das kein Grund zur Freude. Österreich steckt mitten in einer seit Wochen anhaltenden Trockenphase. Im Schnitt fehlen aktuell rund 30 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge.
Konkret: Bisher fielen heuer im Österreich-Mittel etwa 164 Liter Regen (und Schnee) pro Quadratmeter. Normal wären rund 70 Liter mehr. Für einen durchschnittlichen Garten bedeutet das ein Minus von über 25 Tonnen Wasser.
Besonders betroffen sind Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Teile Niederösterreichs und die Obersteiermark. Im Lungau etwa fiel nicht einmal die Hälfte der üblichen Menge, im Raum Linz nur etwas mehr. Kaum Entspannung also für Böden und Pflanzen.
Die aktuelle Dürre-Entwicklung ist kein Ausreißer. Schon 2025 war deutlich zu trocken, mit rund 15 Prozent weniger Niederschlag. Vor allem der Herbst fiel extrem dürftig aus. Heuer setzt sich dieser Trend fort.
Zwar brachte der Februar etwas mehr Niederschlag, doch das reichte bei weitem nicht aus. Der April ist bislang sogar der trockenste Monat des Jahres - mit weniger als der Hälfte der üblichen Regenmenge.
Besserung ist nicht in Sicht. Hoch "Uli" sorgt weiter für viel Sonnenschein. Nur in den Alpen und im Süden sind kurze Regenschauer möglich. Für eine nachhaltige Entspannung reicht das aber nicht.
Experten warnen seit Jahren vor solchen Entwicklungen. Durch die Erderwärmung wird es seltener, dafür aber intensiver regnen. Das Problem: Trockene Böden können Starkregen schlechter aufnehmen - Überschwemmungen drohen.