40. Jahrestag der Katastrophe

Tschernobyl – DIESE Bezirke sind bis heute kontaminiert

40 Jahre nach dem Tschernobyl-Unglück zeigen aktuelle Karten: Mehrere Bezirke Österreichs sind noch immer mit Cäsium-137 belastet - hier die Details!
Bernd Watzka
26.04.2026, 11:53
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Vier Jahrzehnte nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind die Folgen in Österreich noch immer messbar. Neue Auswertungen des Umweltbundesamtes zeigen, wo sich das radioaktive Cäsium-137 im Boden abgelagert hat - und wo die Belastung bis heute anhält. Besonders betroffen sind Regionen in Oberösterreich, Salzburg, Kärnten und der Steiermark.

Regen am Tag der Katastrophe

Wie stark einzelne Gebiete belastet sind, hängt vorwiegend mit dem Wetter rund um den 26. April 1986 zusammen. Ausgerechnet an diesem Frühlingstag fiel in manchen Regionen deutlich mehr Regen - und mit ihm auch radioaktive Partikel.

"Der Regen führte dazu, dass Österreich relativ stark betroffen war, stärker als umliegende Länder", so Christian Katzlberger von der österreichischen "Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit" (AGES) im ORF-Interview.

Von Schwaz bis nach Melk

Die stärkste Cäsium-Belastung ist in den Salzburger Bezirken St. Johann im Pongau, Hallein, Salzburg-Umgebung und Zell am See nachweisbar. In Oberösterreich sind die Folgen in den Bezirken Grieskirchen, Linz-Land und besonders Kirchdorf messbar, in der Steiermark sind vor allem Liezne und Murau betroffen.

In Niederösterreich sind die Cäsium-Werte in den Bezirken Amstetten und Melk feststellbar, weitere betroffene Gebiete liegen in Kärnten (Klagenfurt, Wolfsberg) und Tirol (Schwaz).

Cäsium-137 gilt als wichtiger Indikator für die langfristige Strahlenbelastung, da es besonders langlebig ist. Das Umweltbundesamt hat die Entwicklung seit dem Unfall genau dokumentiert. Karten zeigen die Belastung von 1986 bis heute in Zehn-Jahres-Schritten – sogar Prognosen für Mai 2026 sind enthalten.

Werte liegen unter EU-Grenzwert

Österreich war damals stärker betroffen als viele andere Länder in Mitteleuropa. Schon kurz nach dem Unglück begannen heimische Experten mit Untersuchungen. Das Umweltbundesamt veröffentlichte wenige Monate später erste Analysen zu den Auswirkungen.

Gefährlich oder gesundheitsschädlich sind die aktuellen Cäsium-Werte in Österreich freilich nicht. Die Belastung liegt deutlich unter dem EU-Grenzwert.

Strahlenfrühwarnsystem für Österreich

Zur Überwachung betreibt Österreich ein dichtes Strahlenfrühwarnsystem. Bereits 1975 wurde damit begonnen - damals einzigartig in Europa. Heute gibt es vergleichbare Systeme in vielen Ländern. Kernkraftwerke bleiben indes ein Risiko über Grenzen hinweg. Deshalb sammelt das Umweltbundesamt laufend Informationen zu Atomkraftwerken und anderen Anlagen in Europa.

{title && {title} } bw, {title && {title} } 26.04.2026, 11:53
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen