Österreichs Wälder stehen unter Druck. Nach einem ungewöhnlich trockenen Frühjahr ist die Waldbrandgefahr deutlich gestiegen - vor allem im Süden und Südosten des Landes. Laut Daten von GeoSphere Austria hat es seit März viel zu wenig geregnet.
Die Folgen sind bereits sichtbar: Mehr als 60 Waldbrände gab es seit Jahresbeginn, die meisten im trockenen März. Brisant dabei: Alle wurden durch Menschen ausgelöst. Insgesamt kommt es in Österreich im Schnitt zu rund 200 Vegetationsbränden pro Jahr, fast drei Viertel davon sind Waldbrände.
Jetzt soll neue Technik helfen. Die Sicherheitsinstitution "Kuratorium für Verkehrssicherheit" (KFV) setzt auf Drohnen, die mit spezieller Software ausgestattet sind. Das System namens "PyroScout" erkennt selbst kleinste Hitzequellen in Echtzeit und kann so Brände frühzeitig melden.
In wenigen Minuten können mit den "Scouts" mehrere Hektar Wald überprüft werden. Die Drohnen analysieren Temperaturmuster, Trockenstress und besonders gefährdete Zonen. So sollen Einsatzkräfte schneller reagieren und Gemeinden gezielter vorsorgen können.
Auch schwer zugängliche Gebiete lassen sich damit überwachen. Erste Tests zeigen: Der Prototyp liefert genaue GPS-Daten und hilft dabei, potenzielle Brandherde rasch zu lokalisieren.
Gleichzeitig startet ein Aufruf: Gemeinden und Feuerwehren in ganz Österreich werden gesucht, um das Drohnen-System im Rahmen eines Pilotprojekts zu testen. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Infos bei: [email protected]